seinem Volke, so find wir aller Welt gewachsen." Eben blicktedie Sonne durch die schweren Wolken. „Unk leuchtet derHimmel, biedere Männer! rief er aus, in dem er das Schwertempor schwang. Frisch auf! gedenke jeder seines Weibes undseiner Kinder, daß er die rette mit männlicher That. Ihr, jungeGesellen, überlaßt euere Geliebten nicht den schnöden Feinden!'
Nasch unterlief man das furchtbare Geschütz *), welches vor-nehmlich die Reisigen beschädigte. Die Hecken wurden durch-brachen, der Feind mit gesammelter Kraft von der Seite ange-fallen, mit starken Armen das eigene Geschütz über den Grabe»gebracht. Auch die Besatzung machte einen Ausfall. Mä'nnliHwiderstand noch eine Keit lang die Leibwache des Herzogs unddie Schar der Engländer. Sie fielen oder wurden getrennt-AlleS löste sich auf; der Herzog selbst, der von einem Hügck,wo ein zierliches hölzernes Haus für ihn erbaut war, dasSchlachtgetümmel übersah, gab Alles verloren und floh. ll"'ter dem Rufe: »Hier Brie! hier Granson!" wurde der Feindohne Erbarmen bis Wiflisburg verfolgt. s5,ooo Leichen deck-ten die unübersehbaren Schlachtfelder; viele Tausende hatte derSchrecken in die Seen und Moräste geführt und versenkt. Sehrgroß, doch in keiner Vcrgleichung mit derjenigen von Granson,war die Beute an Waffen, Mundvorrath und Kostbarkeiten;aber in Absicht auf die letzter» bewährte auch hier die gemachtBeuteordnung sich nicht. Ohne sich aufzuhalten, floh Carl bisMorges. Gegen die Bitten der Berner, welche den Siegverfolgen wünschten, kehrte vom Schlachtfelde der größere Theckder Eidsgenoffen nach Hause; dennoch wurden sie zu Bern »«tfreudigem Danke empfangen, und Frohlocken erfüllte das ganze La»d-
*) Die damahlige große Langsamkeit des KanonsnfeuerS be'günstigte die kühnen und schnellen Angriffe. Noch im Schwabe»'kriege rühmte man von dem geliehenen Französischen Geschähe: ,,A»seiner großen Büchse getraue man sich, 5a Schüsse des Tages i»thun."