286 , ^den Rhein zu gehen, bey Triefen den zweyten Sieg über dasSchwäbische Kriegsvolk. Den Angriff der aus Zürichern.und !Zugern bestehenden Vorhuth hatten sie nicht ausgehalten. Alsdie übrigen Eidsgcnoffen von mehrern Seiten eindrangen, wardie Flucht allgemein, und so schnell, daß mir 2 Fahnen undä Feldstück den Siegern zu Theil wurden. Ohne irgend eine"Verlust der letztern fielen ZOO Feinde. Triefen ward gcplüwdert und verbrannt. Vadutz ergab sich, und daS Schloß hattedas Schicksal des Dorfes Triefen. Dem Zorne der Graubünd-ner wagte die Besatzung von Meyenfeld nicht zn widerstehe"'sie gab sich gefangen. 4 oo Mann wurden nach Chur geführt,
4 Verräther hingegen enthauptet. Benderen, wo man den E>ds-genossen zum Trotze ein Kalb getauft und Ammann Rucdi ge-nannt hatte, wurde verbrannt. Bey Nankweil kamen die Ab-geordneten deS WallganeS dem eidSgeuöfsischen Heere entgegen ^Sie versprachen Gehorsam und Treue; und die Eidsgcnosst"rückten nicht vor, bis sie am 20 frühe die unerwartete Nach-richt erhielten, ein zahlreich gerüstetes Heer stehe schon bey St-Johann-Höchst und Hard. Schnell brachen sie auf. Die Mt-huth, nicht starker als 4 oo Mann, stieß in der Nähe von Ha^auf 4200 Landekneckzte, griff sie, im Vertrauen auf den unmit-telbar nachfolgenden Schlachthaufen, an. Die Landsknechte zo-gen sich zu ihrem 10,000 Mann starken Heere zurück, bey wel-chem eine zahlreiche Neilerey sich befand. Auch jetzt spottete derFeind der Niederfallenden, und glaubte, sie flehen um Gnade«allein gerade deßwegen ging auch dieß Mahl das grobe Gesäst^ohne Schaden über sie weg. Den eindringenden 8000 Eid-genossen widerstanden die Deutschen nicht. 5 oo Fliehende füg-ten mit ihren Leibern einen Sumpf und bahnten dadurch ander"eine Straße. Viele wurden erschlagen. Unter der zu große"
Last der Flüchtigen versanken Schiffe; einige Hunderte erfröre" iwährend der kalten Nacht in dem Schilfe, wo sie sich zu rette"gehofft hatten, und mehr als Zooo kostete diese Niederlage beyHard Las Leben. Viele E-dsgenoffen, welche die Schuhe »er-