Band 
Erster Band.
Seite
290
JPEG-Download
 

290

rung des Dorfes Kienberg zu rochen, unternahmen die Solo- ^

thurner, weil Bern einen Einfall inS Frickthal nicht ,zugebe» ^

wollte, von Bcrnern und Luzernern begleitet, Streifzügt gege»das Sundgau. Wahrend eine» solchen hatten die Feinde da»Dorf Dorneck geplündert und verbrannt, 1000 Mann stark eil-ten die Eidsgenolsen nach ihren Grenzen zurück, stießen »>»

22 März bey Rheinach auf die drey bi» vier Mahl überlegene»Feinde, welche am Bruderholze sich aufstellten. Ungestüm dran-gen sie auf dieselben ein, erschlugen ihnen 600, und nähme»eine Fahne, auf weicher eine Geißel mit den Worten: »Tribs,so gahtS" zu sehen war.

Au Ende des März brachen die Wallgäuer ihre Ansage,vereinigten sich mit dem Volke des Etschlandes, fielen in d»§Nheinthal und die Herrschaft Sap ein und beschädigten die Land-schaft. Damahls kämpfte Hans Schüler aus Glarus, genanntWala, gegen 20 Reiter, und ergab sich nicht, ehe er mit seine!» ,Spieße Z aus dem Sattel gehoben hatte. Auch bey großer ge*genscitigcr Erbitterung floßt hohe Tapferkeit Bewunderung »»^ !

diese Achtung ein. Die Feinde ließen ihn frey. Mit der groß*ten Schnelligkeit strömten von allen Seilen her die eidsgenojchscheu Krieger wieder zusammen. Das Geschehene forderte Naä-t-Daß man stark seyn, dennoch müßig bleiben, und so das auf*wollende Feuer der Bereitwilligkeit sich verzehren lassen könne,war ihnen fremd.

Weil das Wallgau durch Verhaue befestigt war, hoffte»die Kampsbcgierigcu, durch Belagerung des Schlaffes G»te»*berg die Feinde inS Freye hervor zu locken. Allein diese be-wegten sich nicht. Am 20 April erschienen jene, 10,000 M»»"stark, in der Ebene bey Frastenz. 2000 unter der Anführung ^

des kühnen Heinrich Wvlleb aus Uri umgingen über den EE ^

Lanzengast die feindliche Stellung, warfen eine gleich starkeSchar von Schützen und andern Auserlesenen, und erleichterte»dem Hauptheere das Eindringen durch die Verhaue. Jetzt staub,15,000 stark, keilförmig geordnet und zu beyden Seiten durch ^