322
Mahnungen der in der Lombardey stehenden Hauptleut« eintra-fen, beschloß die Tagsatzung am 20 August einen neuen Zuzug.Der Bürgermeister Marx Roist von Zürich forderte die Werner,Freyburger und Solothurner auf, sich zu Monza wieder mitden übrigen Eidsgenossen zu vereinigen; und als sie dieß aus-schlugen, empfahl er ihnen, eine Stellung bey Varese zu nch«men. Albrecht vom Stein und die übrigen Französisch Gesinn-ten überstimmten den auf die Ehre des Vaterlandes bedachtenSchultheiß von Wattemvyl.
Mit Ausnahme der Urner, Schwyzer und Glarner unter-handelten dennoch mittlerweile die Führer der übrigen Orte mitFranzösischen Abgeordneten, und ungeachtet die Anträge derletztem weit hinter demjenigen zurück blieben, was die Ver-heißungen deS Herzogs von Savoien hatten erwarten lassen,kam man am 8 September zu Galcra auf nachfolgende Fric-denSbedingnisse übercin: Die Eidsgenossen übergeben dem Kö-nige das Herzogthum Mayland mit Ausnahme von Bellenz;der König hingegen tritt dem Maximilian Sforza das Herzog-thum Nemours ab, gibt ihm ein Jahrgeld von 12,000 Liv-und eine Gemahlinn aus königlichem Stamme, den Eidsgenos-sen, neben den 400,000 zu Dijon versprochenen Kronen, Zoo,oooandere für die abzutretenden Vogteyen und die nähmliche Summefür die Kriegskosten. Ein neues Dündniß und die Zusicherunggegenseitiger HülfSleistungen wurden a» diesen Friedensvertraggeknüpft.
Sogleich nach dem Abschlüsse zog das getrennte, bey Aronastehende Heer, von den Walliser» begleitet, nach der Heimath;doch blieben die Aargauischen Zuzüger und die Freywilligenvon Bern bey den übrigen Eidsgenossen, welche gleichwohl demFrieden beyzutreten gcsinnet waren, indeß nur Uri, SchwYZund GlaruS sich gegen denselben entschieden. Schon waren dieMeisten zum Abmärsche bereit, als auf SchinnerS Antrieb dieLeibwache des Herzogs und noch andere eidgenössische Söldneram 13 September gegen Abend sich bey Marignano mit