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Erster Band.
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summen beschuldigte, ließ der Cardinal, dessen frühere Vorzüge,wie bey manchem Andern, auf höherer Stufe in Rachsucht,Ehrgeiz und rücksichtslosen Anmaßungen verloren gingen, imEinverständnisse mit den Bothen ergreifen und in die EidSge-uossenschaft abführen, wo er aufs härteste behandelt und nurgegen Urfehde losgelassen wurde. Im eidsgenöffischen Heerewar wenig Einvcrständniß; doch gehorchte dasselbe dem Be-schlusse der Tagsatzung, welche die Besetzung der Bergpässe an-gemessen gefunden hatte, zog mit dem kriegserfahrene» Maylän-bischen Anführer, Prosper Colonna, und seinen Reisigen nachPiemont und nahm eine Stellung zwischen Susa und Saluzzo.Die unbezahlten Reisläufer verübten Gewaltthätigkeiten, und kaumkonnten Schinner und die Hauptleute den des VerratheS gegendie Franzosen verdächtigten Bernerischen Anführer, Albrechtv»m Stein, aus den Händen der Schwyzer und Glarner retten.

Unerwartet stand das Französische Heer durch eine vorhernie gesehene Anzahl von mehr als 20,000 Landsknechten, denberüchtigten 6000 starken schwarzen Gelderischen Banden beglei-tet , ,'n der Gegend von Coni. 80 Stücke, darunter 24 vomgrößten Kaliber, führte eS mit sich. Fortdauernde Zwietrachthinderte das Zusammenwirken deS Eidgenössisch - MayländischenHeeres, und vornehmlich waren die Länder schwierig. Am42 August wurde Colonna zu Mllafranca von den Franzosenüberfallen, ehe die Eidsgenossen zu seiner Unterstützung herbeyeilen konnten. Unbestimmte Französische Verheißungen veranlaß-ten neue Zwiste. Das gänzliche Wegbleiben des Kaisers schwächteb«S Vertrauen, und man entschloß sich zum Rückzüge. Bern,Freyburg und Solothurn wählten am 26 den Weg nach Aronaund der Heimath; die übrigen Orte und mit ihnen die Frey-willigen zogen gegen Mayland. Schweres Geschütz ließ mansorglos zu Novara zurück.

Auch im Vaterlande war man in Parteyen getheilt. DieBerner hatten versichert, der König werde noch nicht über dieAlpen gehen; doch als die schlimmen Bothschaften und die

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