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Buben nannte, und bisweilen mit Geld abfinden konnte, warenmanche, welche ihre Bestallungen von Leuten aus der päpstlichenLeibwache erhalten hatten, denen sie waren verliehen worden.Der Wetteifer, in welchem die geistlichen Orden, Kloster, Städte,sich durch Heilige, Wunder, Gnadenörter, Reliquien, zu über-treffen suchten, veranlaßten viele Täuschungen (* *).
In Bern wurden 1509 vier Dominikaner-Mönche verbrannt,welche, um die Lehre ihres Ordens über die unbefleckte Empfang»"iß gegen die FranziScaner zu behaupten, durch Täuschung eineseinfältigen Ordensbruders, Johann Jeher von Zurzach, sich mitneuen Mirakeln bereichern wollten, demselben 5 Wunden beyge-bracht und Erscheinung der heil. Jungfrau und anderer Heiligenerdichtet hatten: ein Prozeß, der über die Entstehung solcher Mi-rakel, ihre Gründe und die Auswahl des Schauplatzes (**) unge-mein viel Licht verbreitet. Nichts desto weniger ward eben dieseStadt, 1518, durch einen unterschobenen Schädel der heil. Anna"och ein Mahl getäuscht. Auf den Italienischen Zügen und denWallfahrten nach Rom war der Glaube an die Heiligkeit undblntrüglichkeit des päpstlichen Stuhles gewaltig erschüttert, dieHauptstadt der christlichen Welt der Gegenstand schneidender Spot-breyen und Sprüchwörter geworden. Wie bey andern allgemeinverbreiteten Uebeln fühlte die große Menge den Druck derselben;aber sie irrte sich über die Heilmittel. Falsche Begriffe von Gottund Vorsehung verkehren diejenigen über die Bestimmung desMenschen und lähmen den Geist. Manche, welche kaum vonCompostella zurück gekommen waren, eilten nach dem heil. Grabe,
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(*) Während daß man um ihol farbigke Kreuze auf den Klei-bungsstücken vieler Personen erblickte, ward (nach Angabe derTschudischen Sammlung V. g.) im benachbarten Schwaben ein Mül-ler verbrannt, von welchem man entdeckt«, daß er dergleichen ge-macht habe.
(") Stetkler sagt.- „Weil daselbst «in frommes, einfäliige«,ungelehrkes, aber tapferes und handfestes Volt war."