Band 
Erster Band.
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gionSübung, u. a. m. nicht beystimmen. Am 22 May wurdeder zu Greifensee wohnende Pfarrer, Jakob Kaiser, al« er zurBesorgung des Gottesdienstes nach Oberkicch im Gaster hingehenwollte, durch Angestellte von Schwyz in dem Walde bey Eschen»dach aufgehoben, aus der Herrschaft Utznach hinweg nach Sehwyzgeführt und ungeachtet der Protestation der Glarnec als Mither- ^

ren zu Utznach und der Fürbitte einer Aüricherischen Gesandtschaft ^

in ihrer Gegenwart am 29 daselbst verbrannt.

Die Kunde, daß im Ferdinandischen Bündnisse den V Orte»Eroberungen im Kreise der EidSgenossenschast zugesichert seyen,und ein aufgefangener Waffentransport aus Deutschland erhöheten das Mißtrauen. Schon lange hatte Zürich und mit ihmnun auch Bern, wegen der Spannung gegen Unterwalöen, sicherklärt, den von diesem Orte zum Landvogte nach Baden ge-wählten Anton Adacher sein Amt nicht antreten zu lassen. Neu»Kirchgemeinen der untern freyen Aemter, welche der Reforma-tion beygetreten waren, erregten Mißtrauen und Besorgnisse g«' !

gen den für diese Vogtcy bestimmten Unterwaldner, zum Wysse"-dach, und mit 2oo Mann auS jenen Gemeinen, 5oo der Seim-gen und 4 Stücken besetzte Zürich am 5 Juni das Kloster Mu",indeß die obern freyen Aemter an Luzern sich hielten und dieLänder Rappersweil besetzten. Die V Orte erbothen sich jetzt ;m»Rechte, und hierauf gegründet ermähnten Glarus, Bafel, S»-lothurn und Schafhausen die Züricher zum Frieden; allein diese ^erklärten, man habe früher auf ihr Anrufen des Rechte» nichthören wolle». Sie mahnten nun die Dürgerstädte, und 4000 Plannzogen mit dein Banner, unter George Lerger, nach Cappel, in-deß am 8 Juni der Absagbrief, gegründet auf vielfache Kränkun-gen, den Ferdinandischen Bund und die Verbrennung des Pfar-rers Kaiser, an die V Orte erlassen wurde.

So traurig für den Eidögenoffen dieser Ausbruch eines neuenBundesgenossen-Krieges seyn muß, der den Untergang des Un-terlandes herbey führen konnte, und so groß das Wagestück für >Zürich war, ebenso wenig kann in Vergleichung mit dem nach-