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Erster Band.
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Schon am 11 schrieb von der Schindelligi her die Schar derSchwyzcr an die Züricher: sie geben zu, daß Anreizungcn vor-gegangen sehen, erbiethen sich, den Glauben und die Sicherheitnicht zu stören. Am 17 zogen sie nach Baar und die Zürici/ekvon Wädensweil nach Cappel. Hier waren die Schiedbothen derunparteyischeu Eidsgenossen, vor allen der Ammann Hau« Acblivon GlaruS, thätig, den Frieden herzustellen. Die Führer derZüricher kamen nach Baar, diejenigen der V Orte nach Cappel-Auf errichteten Bühnen wurden die Vortrage angehört und dieMannschaft stand unter den Waffen. Noch waren die Herzendes gemeinen Mannes einander nicht entfremdet. Ungeachtet derdamahligen Theurung, welche bis ins fünfte Jahr dauerte, warim Züricherischen Lager für Vorrath gesorgt (*). Muntere Leuteaus den Ländern ließen sich fangen, wurden zu dem Züricheri-schen Hauptmanne geführt und mit Brot beschenkt wieder entlas-sen. Andere stellten ihre Gefäße mit Milch auf die Grenzlinie.Die Züricher schnitten ihr Brot in dieselben, und wer mit demLöffel über die Hälfte des Gefäßes hinaus reichte, erhielt zurStrafe der Grenzverletzung eins auf die Finger. Die größtenSchwierigkeiten machten die Forderungen, der Ferdinandische E»u-desbrief sollte heraus gegeben werden, die V Orte auch bey ihnendas Wort Gottes predigen lassen, die Jahrgelder verbiethen unddie AuSthciler derselben bestrafen.

Am 2 'i Juni ward endlich durch die Schiedmänner vonGlaruS, Freyburg, Solothurn, Schafhausen, Appcnzell, dirIII Bünde, Nothweil, SarganS, Straßburg und Constanz derFriede vermittelt, welcher den Nahmen des ersten Landesfriedenöbekam und mannigfaltige Stoffe künftiger Uneinigkeiten in stü)trug (**), welche nur durch die bey den Schiedmännern übcr-

(-) Der Mute Kernen (Dinkel) galt in demselben l Gulden,die Maß Wein einen halben Baßen.

G") Gegen Bestimmungen, welche den einen Theil begünstigten-glanbke der andere sich zu sichern, wenn er nur entgegengeht^Artikel in Vag Hciedensinstrunient einrücken könne.