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Taggenburg kaufte sich lo-, so nsthmlich, daß eS die Summe,um welche es von der Abtey war angekauft morden, nicht er-legte, sondern verzinsete, nun aber eine eigene Landesregierungerrichtete. Im Toggenburg und im St. Gallischen wurdenSynoden gehalten.
Am Ostermontage erklärte sich die Mehrheit der LandSge»meine von GlaruS für die Abschaffung der Messe; doch bliebenU'ele Angesehene und eine starke Partey beym alten Systeme, undein reformirter Prediger, Nichenec, wurde ermordet. Ein Bür-gerrecht, welches Jürich, Bern und Basel am 27 April mit demLandgrafen Philipp von Hessen schlössen, vermehrte die Unruheder v Orte; Verordnungen wegen Pfarrbcsoldungeu, Armengü-^rn, n. s. f. welche Aiirich al« Folgen der Annahme des gött-lichen Wortes aus eigener Gewalt in den gemeinen Herrschaftenlraf, Epecutioncn, welche der Iiirichcrische Landeshauptmann§rcy in den St. Gallischen Besitzungen Oberrieden und Griesc-"n im Rheinthale vornahm, und die mit Widerstand zu Kaiser-6"hl eingeführte Reformation gaben ihnen den Anlaß zu neuen
Beschwerden.
Im Westen traten auch Schwarzenburg und Murten, un-geachtet FreyburgS Mitherrschast, zur Sieformation. Ein besse-re Geist als derjenige, welcher unter den östlichen EidSgenossen^"sichte, beseitigte die Mißverständnisse der beyden Beherrscherdurch h,'e Erneuerung des alten DurgreeliteS, und Freyburg er-l'eß dem großen Rathe zu Lern bey der Beschwörung am 15Julius 15 Z» die Heiligen und den Vorbehalt des Papstes. ?ul^ranson, Orbe, i,n Neuenburgischen und im St. Inmierthaleverbreitete mit eben so viel Hitze al« Unerschrockenheie Farel dieDeformation, indem er nicht selten auf öffentlichen Plätzen pre-digte. Durch eine Mehrheit von 18 Stimmen ward sie zu Neuen-d"rg, von 24 zu Neuenstadt angenommen, indeß Eine Stimmeöu Landeron für die Beybehaltung des alten Glaubens entschied. —Ju der Maat hatte auch Lambert von Avignon, ein Barfüßer,Krime der GlaubenSverbesserung ausgestreut.