Band 
Erster Band.
Seite
392
JPEG-Download
 

Appenzell, Toggendnrg und der IH Bünde ein Vertrag (*) >

(Capitel) „zu Ausrenkung des Tyrannen und WütherichS I- I-von MediciS, Vogt zu Muß", geschlossen. Der Gegner fallvertilgt, vor Eroberung seiner festen Plätze von keinem TheiltFriede gemacht werden. Veltlin und Eleven bleiben den Bünd,nern, die Besitzungen des Medici fallen dein Herzog zu.Eidsgenossen und Bündner stellen bis zum Ende deS Kriegs ^2000 Mann; 1200 davon unter drey Hauptleuten bezahlt derHerzog, an die Kriegskosten 50,000 Rhn. Gulden, u. s. f-Froh zog das Heer nach Hause; aber es verstrichen noch 10 M«nathe, ehe der in Ränken und Hülfsmitteln unerschöpfliche Medici,welcher mehrere Mahle seine Gegner überfiel und beschädigte, zurUebergabe des festen, in den Comersee hinaus gebauten Mu^und seiner übrigen Schlosser gezwungen werden konnte. ^wurde zerstört, die Herrschaft DünöenS an den obern Thäler»der Adda gesichert; Medici erhielt von, Herzoge das Marquis^Marignano und eine Summe Geldes, und erscheint in den nach' lherigen Kriegen der Brrner und Genfer mit Savoien als ein ebe»so gewandter, wie grausamer Anführer der herzoglichen Volker- !

Die allgemeinen Entzweyungen wegen des Kirchcnwestusund die innern Spaltungen SolothurnS hinderten nicht, daßzwischen diesem Orte und Basel ein Streit entstand, der mehrereMonathe dauerte und in einen Krieg überzugehen drohte (Galge»'krieg). Von der Lanbgrafschaft Sißgau her sprach Basel die hoheGerichtsbarkeit über Dorneck, Hochwald und Gempen an. Sa^'thurn berief sich auf seine Eroberung. Umsonst versuchte man daseidSgenöflische Recht. Einen Galgen, den die Solothurner aufder streitigen Stelle aufrichteten, ließen die Basier zusammen«hauen. Beyde Theile griffen zu den Waffen, und nur durchmanche Versuche des eidsgenossischen Rechtes und »»parteyisch^

t*) Von Bern contcahlrt mit dem Herzog von Mapland D«neblet Schütz, GroSweidel. — Toggeaburg tritt neben den Orte"und den Bündnern als unabhängiger Staat auf.