Band 
Erster Band.
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ten Bothen nach Solothurn. Einig« Häupter der Reformirten,unter ihnen angesehene Magistratspersonen, wurden verwiesen;andere behielte» das Bürgerrecht durch die Rückkehr zum katho-lische» Glauben, und die evangelische Lehre, welche sich bereitsüber 35 Gemeinen, deren Prediger nun weggewiesen wurden,verbreitet hatte, behauptete sich ungeachtet der AnstrengungenBerns nur in den Gemeinen des Amtes Bucheggberg.

Immer entwickelten sich neue Stoffe zu Streitigkeiten überden Landsfrieden. ES hielt sehr schwer, auf der Kanzel sei»* ,Stellung zu behaupten und dennoch keinen Anstoß zu geben. JwNheinthale wurde von den Prädicanten Bürgsch'aft gefordert,nicht gegen den Landesfrieden zu predigen. — Das Bündmß >zwischen Bern und Basel vom 3 November 1555 war zwar einneues Beyspiel besonderer Annäherung einzelner Orte und ent- jschuldigte die Mittwoch vor St. Thomas zu Luzern erfolgtfeyerliche Abschließung der schon 1529 beschlossenen Burg- und ILandrechtc« oder Bündnisses zwischen den katholischen Orten und ^Wallis, dem setzt auch Solothurn beytrat; allein die Worte des- ^selben, daß kein alter Bund sie irren solle, den christlichen Glau- iben zu schirmen, veranlaßten vornehmlich bey Bern, dem alte»Bundesgenossen der Walliser, große Besorgnisse, so daß eS alleseine Gemeinen erinnerte, sich gerüstet zu halten und durch 2lb- .geordnete sie von der Lage der Sachen unterrichtete.

Obgleich König Ferdinand den katholischen Orten 5 auSste-hende Erbeinigungsgelder bezahlen, den Städten Zürich, Bernund Basel aber erklären ließ, er halte ihren Antheil zurück, weilsie Stiftungen seiner Voreltern eingezogen hätten, fanden dennochBnndesanträge deS Kaisers und des Papstes wegen der Einwir-kung des Französischen Gesandten auch bey den katholischen Orte"keine Entsprechung, und dem Kaiser ward 1532 die durch ausführ-lich entwickelte Gründe unterstützte Forderung einer Türkcnhülstabgeschlagen. Die IH Städte erklärten auf die Oesterreichische Ein-sprache gegen ihre Sekularisationen, 15Z2, sie werden das Jhr'lssim äußersten Falle auch mit den Waffen zu behaupten wissen, und