1>g entgegen zu treten genöthiget waren und sein hierarchischerRrligionc-eifer ging so weit, daß er ohne Rücksicht auf die Fol-gen keim Mittel unterließ, die katholische Lehre zu befestigen undauszubreiten. Kräftig hatte er mitgewirkt, die Beschlüsse desConciliums in Erfüllung zu bringen. Für die Bildung jungerGeistlichen aus der Schweiz und Graubünden stiftete er 157!)öu Mahland ein Collegium (Scmiuarium), in welchem in derFolge immer 4c> solcher Zöglinge Aufnahme fanden. Er bewogden Papst, einen beständigen Nuntius in der katholischen Eids-genofstnschaft zu halten, und diese, es sich gefallen zu lassen. Nochfolgenreicher für die Stimmung der Gemüther und den Geist derJugenderziehung war die nicht weniger von ihm bewirkte Anstel-lung der Jesuiten zu Luzern 1574. Nach Frcyburg kamen sie1580, nach Pruntrut nicht ohne starken Widerspruch der Bür-ger, als Borromäus bereits gestorben war, 1L8S (*).
Gleich wie die Jesuiten mehr auf die obern Classen wirkten,oben so groß war auf das Volk der Einfluß des damahls ganzim Geiste einer neuen Stiftung thätigen Capuzinerordcns. Schonvorher waren Klöster derselben in der Landschaft LauiS; aber indor Deutschen Schweiz wurde das erste 1581 zu Altorf auf denAntrieb des Cardinals gestiftet. Der erste beständige Nuntius,Bischof von Vercelli, ein Günstling des Cardinals, veranlaßte1579 auch den Bund der VII katholischen Orte mit dem Bischöfevon Basel. Man verspricht sich in ReligionS- und andern Sa-chen Hülfe. Die vn Orte werden die Unterthanen des Bischofs,solche „och nicht abgefallen sind, anhalten, bey der katholischenReligion zu bleiben, auch sich angelegen sehn lassen, die Abge-standenen wieder zu derselben zurück zu führen, u. s. f. Nurfehr schwach waren die Vorbehalte der alten Bünde. Beunruhigtforderten die IV evangelischen Orte eine Abschrift und die vn katho-stfchon antworteten, sie werden ihre Verpflichtungen gegen diesel----P-
E) ,607 erschienen sie in Wallis, wo sie nicht eher als 1686vollständige Aufnahme erhielten, nach Solothurn istsst.