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kchr auf. Man bewirthete sie; aber das Mißtrauen stieg, undam 4 October 1586 ward zu Luzern der sogeheißene goldene oderBorromäische (*) Bund von den xn Orten beschworen. — Zuerstwird von dem großen Abfalle gehandelt, der sich beynahe bis anöie Schwellen der Verbündeten erstreckt. Die Abgefallenen wer-ben täglich verstockter, der Fürst der Finsterniß sey ein Leiterihrer Praktiken. — Die Verbündeten nehmen einander für getreue,l«be Eidegenossen, Mitbürger und Landleute auf, allen Irrigenund Sectischen für sich und ihre Nachkommen gänzlich widersa-Zend; sie versprechen, einander beym katholischen Glauben zu hand-haben. Wenn Einzelne vom Glauben abtreten wollten, sollenhie Andern sie nöthigen, dabey zu bleiben, auch die Ursächer undAufwiegler nach Verdienen strafen. Wenn unter dem Vorwande,rs betreffe nicht den Glauben, ein Angriff geschähe, soll man docheinander beschützen. Kein älteres oder neueres Bündniß hindertdiese Verpflichtungen, u. s. f. — So war die engere EidSgenos-lenschaft, deren Verpflichtungen denjenigen der gesammten EidS«genossen in allen Fällen vorher gingen, vollständig abgeschlossen.
Aus den ReligionSstreitigkci'ten und dem Mißtrauen, wel-ches bey den Reformirten über die Absichten des Römischen Ho-§es erregt wurde, entstand zur nähmlichen Zeit auch der Kalen-derstreit. Die Astronomen hatten berechnet, daß der JulianischeKalender, welcher auf drey Jahre, jedeü zu 365 Tagen, einSchaltjahr von 366 folgen ließ, zehen Tage zu viel zahlte,wodurch avmählig die Gleichförmigkeit der Zeitrechnung fortschrei-K'nd gestört wurde, indem nach genauern Beobachtungen das Jähr^agefähr 12 Minute» weniger enthält. Um die Verbesserung^«-»führen, befahl Papst Gregor XIII, 1582 zehen Lage weg-zulassen. Nachdem Unterwalden einige Schwierigkeiten gemachtHütte, unterwarfen die katholischen Orte sich dieser Anordnung.Die evangelischen hingegen standen in der ängstlichen Ansicht, au»
E) Weil er als das Werk des verstorbenen Cardinale ange-sehen wurde.
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