Band 
Erster Band.
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dann zu Thonon und in das Chablais ein. Für eigene- Be-dürfniß rief Frankreich seine Volker ab. Die Werner besetztendie eroberten Landschaften mit 3000 Mann, und beschlossen, un-ter dem Schultheißen Johann von Wattenweil, mit dem Bannerund 10,000 Mann auszuziehen; aber weder den Feldherrn, nochdie ihm zugegebenen Krieg-regenten belebten der treue Vater-landssinn und der hohe Geist, welche ihre Vorgänger zur Seitder Eroberung der Waat beseelt hatten. Durch Unterhandlungenwußte Savoien den frischen Muth des Krieg-volke- abzukühlen.Auf eine Ermahnung von Bern rückte das Heer vor, und am26 Julius wurden die Savoier mit Verlust von 600 Mann,4 Feldstücken und 2 Neiterfahnen bey St. Joire von den Ver-bündeten geschlagen und dieses Schloß eingenommen.

Nichts bricht so sehr den Muth der Milizen, als Unthätig-keit, und Verkehr mit dem Feinde macht sie bald mißtrauisch-Der Herzog erneuerte seine Anträge. Die unwillige Bernerisch«Mannschaft wurde entlassen. Nur Zvoo Freywillige blieben imFelde, und auch von diesen zogen viele nach Hanse. Nur dieGenfer blieben thätig. Durch fortgesetzte Unterhandlungen streute,der Herzog Mißtrauen-zwischen Bern und Genf auS, und dasletzte besorgte, der Preis des Friedens zu werden. Thonon gingverloren. Der Dernerische Anführer machte keine Bewegung,um 400 zu Bonne Eingeschlossene der Genfcrischcn Kriegsscharzu entsetzen. Sie mußten sich ergeben, und 300 von ih»«"wurden nicht weit von den Derncrischen Posten eapitulationS-widrig durch die Savoier niedergemacht. Gegen die zurückzie-henden Werner hielten die Genfer ihre Erbitterung nicht zurück;als aber die Savoier die Bernerische Besatzung zu Gex überfielen,eilten sie ihr zu Hülfe, und vereinigt schlug man das welsche Volk;über bald bemächtigte sich der durch Spanien verstärkte Fe»>ddieser Landschaft. Versoix, welches der Herzog sogleich befestig«"ließ, eroberten die Genfer durch einen kühnen Angriff, tödteteneinen Theil der Besatzung, bemächtigten sich bedeutender Kriegsvorräthe und schleiften die Festungswerke.