Band 
Erster Band.
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durch Habsucht und Ehrgeiz geleiteten Partehen fremder Mächteschwankte unsicher und wenig beachtet die Sache des Vaterlandes.

Durch die häufigen Streitigkeiten zwischen dem Bischöfe vonBasel und der Stadt Viel, so wie auch zwischen ihm und derStadt Bern wegen des MiinsterthaleS war 1598 der sogeheißeneBielerische Tausch herbey geführt worden, vermittelst dessen B<rnseine Herrschaft auszudehnen, der Bischof politische und kirchlicheIwecke zur nähmlichen Zeit zu erreichen hoffte. Er trat derStadt Bern seine Oberherrlichkeit über Viel , diese ihm einig«Achenten ab, und entsagte dem Burgrechte mit dem Münstcrthale.Bald fingen viele Bürger von Viel an, den Verlust ihrer Un-abhängigkeit zu befürchten, und sie fanden bey den verburgrech-teten Städten Frcyburg und Solothurn Unterstützung. Schon1600 forderten die Eidsgenossen von den Bcrnern die Aufhebungdes Tauschhandels. Die X unparteyischen Orte, welche besorgthatten, Bern möchte durch DielS Erwerbung ein zweytes Stimm-recht auf der Tagsatzung ausüben, beruhigten sich, nachdem ihreGesandten zum zweyten Mahle zu Bern eingetroffen waren, durchdie Erklärung, daß nicht ein Werner, sondern ein Bürger vonBiel an das Meyeramt dieser Stadt gewählt werden solle. Alleinals Bern sich den Neuerungen widersetzte«, welche der Bischof imMunsterthale in Religionssachen einführen wollte, fand auch erseine Erwartungen getäuscht und verzögerte die Vollziehung desTausches, für welchen er bereits die Einwilligung deS Kaisersund des Papstes erhalten hatte. EidSgenössische Schiedriäiterkonnten die Streitenden nicht vereinigen, und I606 hob endlichdie katholische Mehrheit der Tagsatzung zu Baden den Tausch-handel als ein verworrenes, mit unauflöslichen Schwierigkeitenverbundenes Geschäft zu Berns Mißvergnügen wieder auf, undDiel vertrug sich durch die Dazwischenkunft von Freyburg undSolothurn mit dem Bischöfe, bereute aber bald seine übereilteNachgiebigkeit, suchte wieder Schutz bey Ber», welches, ohnedurch Groll oder Privatkeibenschast sich blende» zu lassen unddas Höhere seiner politischen Stellung zu übersehe», die Vieler