48t
über die Folgen eines solchen DurchzugrS. Der aufgestellte gt'Heime Rath hatte auf das Gerücht von einem auf das Deltlmbeabsichtigten Spanischen Einfalle 6 Fahnen hingeschickt; aber balforderten die Anführer dieser Mannschaft, in Verbindung "»tChurwaldcn und andern Gemeinen, das Verboth sowohl jenesDurchzugeS al« einer Venetianischen Werbung. Noch andereschloffen sich an sie; man bemerkte nun, daß Spanisches Gelausgetheilt wurde. Chur forderte zu abhülflichen Maßregeln auf-Im April 1607 versammelten sich 26 Fahnen, und unter entge-gengesetzten Einflüssen wurde «in Strafgericht daselbst aufgestellt,welches zuerst die Häupter der Französischen Partey, die größte"Theils entwichen waren, mit ungeheuern Geldstrafen belegte,dann aber, nachdem es im Engadin bis zum blutigen K«>"p^der Parteyen gekommen war, auch zwey Anführer der SpanischePartey, den Oesterreichischen Landvogt zu Castels im Aehng"^tenbunde, Georg Best, und den Caspar Baselga enthaupten ließ'Aus der Richtstiitte beklagte rS Bell, daß er die Sache deSteclandeS der Gunst fremder Herren aufgeopfert habe. —neuer Artikelbrief wurde errichtet. Zwey Mahl hatten eidsg^nössische Gesandtschaften fruchtlos einzuwirken versucht und ei>^trotzige Behandlung erfahren. Schon war vor der Tagsab""llbeschjosscn, im August die Unruhen mit den Waffen zu unter-drücken, als die öffentliche Stimmung in mehrern Orten,man die Spanisch - Oesterreichischen Plane erkannte, undEntgegenkommen der Bündner gewaltsame Maßregeln hemmte"-Ein nach Jlanz angeordnetes Strafgericht verfuhr milder. ^Kosten berechnete man auf 4oo,ooo Gulden, ohne 50 ,ooo derEidsgrnoffen. 63 Bestrafte mußten 69,880 Gulden erlege"'Der König von Frankreich zahlte 30,ooo Franken; doch ließGesandte Pascal sich zuerst daS Dündniß schriftlich bestätige"'Venedig gab 3000 Kronen. Dem Bischöfe wurde die Rückkehrgestattet; doch sollte er die Landeshoheit anerkennen und t-Gulden bezahlen. — Der Tumult war gedämpft; nicht die R"hergestellt. Rache erfüllte dir Gemüther, und zwischen de",