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Erster Band.
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gerSnoth und eine ansteckende Seuche verödeten da» Land, undder Bischof von Chur benutzte die bequeme Zeit, um die refor-mirtr Religion zu unterdrücken und veraltete Rechte wieder gel-tend zu machen.

Am Z May hatten Frankreich und Spanien eine Bestätigungdes Madridischen Vertrages beschlossen, mit der Erklärung, baßi» Beschützung der katholischen Religion die Herrschaften voneiner dritten Macht (dem Papste), doch ohne Oberhcrrlichkeit,besetzt und allen katholischen Fürsten der Durchpaß vorbehaltenseyn sollte. Dennoch dauerte die ungewisse Lage fort. Um einendesto ausschließender» Einfluß zu erhalten, machte Spanien den -Veltlinern Hoffnung, selbst ein Freystaat zu werden; als eSaber 1623 langst beseitigte Ansprüche des Hauses Trivulzio, demder Kaiser jetzt den Titel ciiieS Herzogs von Misoceo verliehenhatte, auf diese Landschaft unterstützte, veranlaßte dieß die katho-lischen Orte zu nachdrücklichen Gegenvorstellungen, auf welchedieser Versuch unterblieb; das ganze Verfahren aber belehrteFrankreich, daß eS um Ausschließung seines Einflusses zu thunsey. Es verstand sich mit Savoien und Venedig ein; Oester-reich und Spanien gaben ihre Plane für dieß Mahl auf, und162- wurden die Herrschaften vom Papste Urban VIII besetzt.Dieser geboth den Bündnern, nicht nur in denselben, sondernauch zu Brusio und Poschiavo die evangelische Religion ganzauszuschließen; auch sollten nur katholische Beamte und Richtergestattet werden, die katholische Religion aller Orten frey gelassen,und keinem Apostaten der Aufenthalt zugestanden werden, u. s. f.

Der Erzherzog Leopold hatte zwar einen, 1623, angehobe-urn FestungSbau an der Luciensteig auf nachdrückliche Vorstellun-gen der EidSgenoffen wieder aufgegeben; dennoch war Bündenganz von Oesterreich geleitet. Als Frankreich nach Richelieu'»Eintritte in die StaatSgeschäfte endlich 1624 einsah, Oesterreichherrsche diesseits, Spanien jenseits d«S Gebirges, auch der Fran-zösische Gesandte nun wieder einmahl die EidSgenoffen zur Ein-tracht ermähnte und ihre Mitwirkung zur Eroberung der Herr-