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sich die Katholischen gegen den kaiserlichen Gesandten. — Gleich-wohl war die Vorliebe jedes eidsgenössischen ReligionStheilcS fürdiejenigen großen Mächte, von denen er die Unterstützung seinesSystems hoffte, immer sichtbar. So z. B. als 1620 der Frey-herr von Tiefenbach im Bade zu PfäffcrS durch den LandvogtHelmli von Luzern angehalten und, obgleich er auf die Verwen-dungen von Zürich und GlacuS wieder war losgelassen worden,auf Befehl der V Orte noch einmahl gefangen genommen undnach Innsbruck abgeliefert wurde. So 16Z2, als die Obrigkeitin Zürich den wegen seiner Gewaltthaten verhaßten kaiserlichenOber-Kommissär Ossa kaum gegen Mißhandlungen zu beschützenvermochte. — Schwer büßte Rothweil diese Vorliebe. DieseStadt hatte «ine kaiserliche Besatzung eingenommen, auch Durch-züge bewilligt. Eine Abtheilung des Schwedisch-Reichsständi-schrn Heeres unter dem Herzoge Friedrich Julius von Würtöm-berg belagerte und eroberte, ungeachtet der Empfehlung der EidS-genoffen, ani Ende des Jahres 1622 dieselbe. Ihr kleines Ge-bieth wurde dabey verwüstet. Noch mehrere Mahle ging Roth-weil durch Eroberung aus einer Hand in die andere über. DieVerbindung mit der EidSgenossenschaft wurde zwar niemahlsförmlich aufgehoben, doch nicht mehr fortgesetzt. Nur erließendie EidSgenoffen in der Folge, wenn der Kriegsschauplatz sichüber Schwaben verbreitete, Empfehlungen an den FranzösischenHof, und 1689 fand sich noch ein Nothweilischcc Abgeordneter zuLaden bey dem Bewillkommen des Französischen Gesandten, Ame-lot, ein.
Oft hatten die Grenzen, insbesondere die Baselsche, Störun-gen erfahren, oder man hatte fremdem Kricgsvolke den Durcbzuggestattet; z. B. Basel 16it den Oesterreichern auS dem Elsaßnach Rheinfelden. Häufig wurde diese Stadt während des drey-fiigjährigen Krieges von allen Seiten beunruhigt. Von Zeit zuZeit nahm sie Besatzungen von Geworbenen und eignen Land-leuten ein. Im Jahr 1629 bewilligte man wieder Oesterreichernden Durchmarsch aus dem Frickthale neben der Stadt vorüber