den, befreyte die 5 Reiter, machte 4 Gefangene, welche man bisi»s folgende Jahr zurück behielt und führte sie mit 50 erbeutetenPferden unter Trompetenschall nach Basel. Bey einer andernGrenzverletzung, 1635, machte» die Basier einen Grafen vonPappenheim gefangen.
Durchzüge durch die Stadt schlug man beharrlich ab; aberal« die Eidsgenoffen 16Z7 beschlossen, keine solche mehr zu ge-statten, behielten die Basler sich vor, nach den Umständen zuhandeln. Nachdem die fremden Heere das BiSthum besetzt hatten,vermehrten sich auch die Beunruhigungen der Grenzen von Ba-sel und Solothurn, insbesondere als 1638 der Herzog von Wei-mar die Winterquartiere im Bikthume bezog, über den Basleri-schen Boden ging, Nheinfelden belagerte und eroberte, nachdemer das kaiserliche Heer gänzlich geschlagen hatte. Als Aristorfvon seinen Leuten geplündert wurde, zahlte er 3000 Reichsthalerzum Ersähe. — Im Nathszimmer leitete meistens große Behut-samkeit die Beschlüsse, ohne zu hindern, daß oft beyde kriegfüh-rende Theile Beschwerde» wegen Begünstigung der Feinde führ-ten. Nicht ohne Uebcreilung trat man 1623 das lange verpfän-det gewesene Dorf Groß-Hüningen wieder an Oesterreich ab.Im Jahr 1639 wollte man an der Schleifung der zu Klein-Hüningen aufgeworfenen Schanzen keinen Antheil nehmen, ausFurcht, die Neutralität zu stören; doch versäumte man, 16 W,die Erwerbung der Landeshoheit über dieses Dorf nicht, hinge-gen 1645 den Anlaß, Groß-Hüningen in Besitz zu nehmen,was man später nachzuhohlen umsonst versuchte. Mehrere Mahlebenahmen sich die BaSler mit Klugheit bey Zumuthuugen desKaiser« und der Reichsgerichte. 1631 wurde ein kaiserliche«Mandat dem Bothen mit der Erklärung wieder zugestellt, man seysich nicht gewöhnt, solche in Basel anzunehmen. Die Aufforde-rung, ein andere« daselbst drucken zu lassen, beantwortete man1639, die Eidsgenoffen müssen zuerst deßwegen befragt werden.
Am 30 März 1634 wurde daS Spanische Bündniß, unge-achtet der Einwendungen Frankreichs, bis auf fünf Jahre nach