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Erster Band.
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führte mit Gewandtheit zu Innsbruck die Unterhandlung; aberer verschmähte es nicht, auch den Herzog von Rohan über dieStimmung Dündrns zu täuschen und keine politische Rolle vonsich abzulehnen. An der Spitze des ausgestandenen Volkes um-ringte er die Franzosen. Vom Bodensee her kündigte» sich Deutsche,jenseits der Gebirge Spanier an, und der Herzog mußte sich imMay mit 2000 Manch aus Bünden zurück ziehen. Er that esmit Würde. Eine Pistole, welche der Marschall Leeques beymAbschiede aufJenatsch mit den Worten abdrückte: „So scheidetman von einem Verräther!" versagte den Schuß. Zwey Jahrespäter wurde Jenatsch zu Chur bey einem frohen Gelage durch30 Vermummte angegriffen, und mit einer Kugel verwundet-Er verlor den Muth nicht; aber Axtstreiche streckten ihn zu B»-den. »Die Gerechtigkeit entdeckte und strafte die Thäter nichtiaber ihr Anführer, Rudolf Planta, der Sohn deö Pompefus,kam jm folgenden Jahre bey einer Volksbewegung im Engadinum. So rächt das Vaterland sich wechselweise an denen, welchesein Inneres zerfleischen. Kühne Thaten und glänzende Fähig-keiten ersetzen den Mangel eines vaterländischen Sinnes nie.

Bünden erhielt seine Herrschaften wieder; doch blieb dstevangelische Religionsübung ausgeschlossen. Mit Spanien wurdeam 3 September 1639 durch den Willen der Mehrheit der Ge-, meinen, ungeachtet beS von Zürich, Bern und Frankreich un-terstützten Widerspruches, die Capitulation eines ewigen Friedensgeschloffen. Noch ein Mahl erhielt Spanien durch gewonneneVolksvorsieher einen großen Einfluß, und- der Durchzug durchdas Veltlin wurde ihm eingeräumt. Mit Oesterreich wurden1641 die alten Verträge erneuert, und es behielt seine Rechteim X Gerichtenbunde und im untern Engadin (*). Neue M'ß-

(») >6fg kauften diese Landschaften, denen die Erfahrung 8*'zeigt hatte, da? kein Opfer für die Freyheit zu theuer sey, durch«lne Anstrengung, mit deren Folgen sie viele Jahre lang ?" käm-pfen hatten, sich von dem Herzoge Ferdinand Carl um 75,000