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Erster Band.
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machungen: „Wir von Stöbt und Landen"', u. s. f. ober all-mählig auch: „ Wir von Stadt und Landen versammelte Rätheund Sendbothen", weil sie glaubten, zuerst im Nahmen derBundeSglieder sprechen zu müssen. Gewöhnlich erhielten siedaher auch diese Benennung vom Auslande. — Häufiger fingendie Nachbarn an, sich des Wortes „Kanton" zu bedienen.

In eidSgenössischen Staatsschriften kommt bereits das Wort„Stand", z. B. „gemeiner Stand" für „EidSgenoffenschaft"vor, wie das Französische „«rar" oder das Deutsche „Staat."In ihrer diplomatischen Sprache nannten die Eidsgenossen da-mahls die großen Mächte oft „hohe Stände", ihre Minister„Standesmim'ster", u. s. f. Die einzelnen Orte hieß man nichtselten „Herrschaften ", vermuthlich nach dem Italienischen „8igno-r>a ", z. B. „ die Herrschaft Bern, Luzern."

Mehrere Mahle äußerte sich die Pest eben so anhaltend als ver-heerend. 1610 verbreitete sie sich von Basel herüber Solothurn,Bern, den Aargau, beynahe durch alle Gebirgsgegenden, unddauerte bis 1612 . In Aürich raffte sie über sooo Menschenweg. Ein geöffnetes großes Grab verschloß zu Sarnen 28 c»Leichen. Nahe an 34,ooo Sterbefälle entvölkerten das Thurgauso, daß mehrere kleine Ortschaften unbewohnt standen und vieleGrundstücke eine Zeit lang nicht angebaut wurden. 1628 und1629 erneuerte sich das Pestübel. Au Basel starben bey 2700Menschen; 1628 zu Bern der Schultheiß von Grafenried meh-rere Glieder des kleinen, ungefähr 4o des großen Rathes, zu-sammen Zooc» Personen. 1634 und 1635 herrschten zu Basel

tungen in ihrem Hauswesen zu treffen, ihre Familien in dieseNachahmung ausländischer Formen hinein zu ziehen und Beyspielezu geben, deren Nachahmung die Kräfte Mancher übersteigt, denGrundsätzen Anderer widerstrebt und für kleine Republiken, derenMagistraten nur selten zu den Reichern gehören und doch nursparsam besoldet werden können, gefährlich ist.