Band 
Erster Band.
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Bern artet nicht inS Ungebührliche au», und er berührt auchdessen Fehler, wenn schon mit zarter Wehmuth so, daß man sichbisweilen verwundert, bey einer damahligen Censur so viel Dul-dung zu finden. Johannes Hallers Fortsetzung von BullingersChronik enthält sehr viele brauchbare Materialien, und auch ihmfehlt es nicht an dem Sinne für Recht und Wahrheit.

Die kriegerischen Zeiten, die Theurungen und andere Pla-gen, welche alle Volker drückten, wirkten ungünstig auf Kennt-nisse und Wissenschaft. Allgemein verbreitete sich der Geschmackfür das Gekünstelte, in Styl und Ansicht. Sterndeuterey undder Glaube an andere übernatürliche Anzeigen herrschten beynaheallgemein. Weil man gewöhnlich zu sehen und zu hören glaubt,was man zu vernehmen wünscht, oder wovon man voll ist, sosah man Schwerter und andere Dinge am Himmel. Im Lhur-gau vernahm man 1647 ein große« Geschrey in der Lust. ZuKaiserstuhl hörte man nicht nur, sondern man sah sogar ein Zu-sammenschlagen von Waffen. — Wie beschränkt und fragmenta-risch auch die Kenntnisse berühmter Männer waren, sieht mandaraus, daß der von den ausländischen Geschäftsmännern geach-tete Wettstein während der Friedensunterhandlungen den Franzö-sischen Bevollmächtigten, Herzogen von Longueville, welcher sei-nen Rath über die Unterhandlungen mit Spanien wegen Portu-gal einhohlte, fragen mußte, ob Französische Truppen nicht zuLande nach Portugal gehen können, ohne Spanien zu betreten (*).

O OchS, Gefch. d. Ek. u. L. Basel, Vl, 716.