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Liestall vollends in Bewegung bringen. Auch diese klagten überstrenge Verwaltung, harte Leibesstrafen, über die Beyträge andie Unterhaltung der Besatzung der Stadt Basel; daß der Land-mann das Salz theurer bezahlen müsse, als der Stadtbürger,u. s. f. Eine allgemeine Volksbewegung, welche auf das falscheGerücht, von Basel her nähern sich fremde Krieger, entstandenwar, hatte den Volksführern die Stärke ihres Anhanges ge-zeigt, und an dem angeordneten Bettage stand die Hälfte desVolkes aus Besorgniß eines Ueberfalles unter den Waffen. Lautverwarfen die Entlibucher den Schiedspruch, und die Verschie-denheit der Religion hinderte sie nicht, an die Geistlichkeit vonBern zu schreiben und- dieselbe aufzufordern, ihr Benehmen inden öffentlichen Vortragen zu rechtfertigen; denn auch sie seyendurch alte Verkommniffe Verbürgerte der Stadt Luzern, undebenso wohl in den Bündnissen begriffen, als die Einwohnerderselben. — Das Dernervolk beschwerte sich über Verzögerungder Ausstellung einer Urkunde für das Zugestandene, erklärte dengeleisteten Fußfall seiner Abgeordneten als abgedrungen, und imEmmenthale wie im Entlibuche bildeten sich leitende Ausschüsse.Niclaus LeueiibergerG) von Schönholz aus der Gemeine Trach-selwald, und Christian Schybi von Escholzmatt waren ihre ein-flußreichsten Anführer, der erste geübter und gewandter, der letztekühner und unternehmender.
Beunruhigt und von seinem Volke verlassen forderte Luzerndie Ausammenberufung einer neuen Tagsatzung. Zürich, wel-chem die Luzernerbauern ihren Bundesvertrag zugesandt hatten,erließ ein Abmahnungsschreiben an die Entlibucher. Nun er-schienen vor dem Rathe desselben drey Abgeordnete, um sich zurechtfertigen, und zwey Kernerische folgten ihnen nach. Spätererfuhr man, daß diese Leute es versucht hatten, unter dem Aüri-cherischen Landvolke sich Anhänger zu verschaffen. Um sich ge-gen die Maßregeln der Tagsatzung in Bereitschaft zu setzen, (*)
(*) Schmid soll sein wahrer Nahme gewesen seyn.