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Zweyter Band.
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nunmehr einsehen, daß es nicht nur barmn zu thun sey, alteFreyheiten herzustellen und Mißbrauche abzuschaffen, sondern daßauch das Eigenthum verletzt werde, und die neuen Dnndesge-nossen Befugnisse fordern, neben welchen die Obrigkeit sich nichtbehaupten würde, und überdieß in stetem Kampfe mit der VolkS-Fewalt liegen mußte. — Am 8 May erließ die Tagsatzung eineKundmachung gegen „Aufrührer, Frevler, Treulose, welcheGesandten und treue Unterthanen mißhandeln," erklärte, siewerde Gewalt gebrauchen, in Erwartung „alle Fürsten undPotentaten werden die Kriegöübung mit günstigen Augen an-sehen und die Verirrten zum Gehorsam anweisen." Deutlichsieht man hieraus, daß die Tagsatznng Zweifel gegen die Ge-sinnungen benachbarter Mächte hatte. Basel bath auch um Hülfe;Solothurn wagte keinen Schritt; Freyburg zog 2000 Mann zu-sammen und entließ sie wieder. In Bünden und WalliS warein großer Theil des Volkes den Dauern gewogen.

Von Zürich und den Ländern hing die Aufrechthaltung desWundessystemes ab. Der Aufstand des freyen Amtes machtedie letztem für ihre eigenen Herrscherrechte besorgt. Zürich hatteseinem Volke verheißen, gewaltsame Maßregeln nur zu ergreifen,wenn Güte fruchtlos bleibe. So war es ihm gelungen, das-selbe im Gehorsame zu erhalten, und jetzt dessen sicher zu seyn.Nur im Wehnthale wurden zwey Ruhestörer aufgegriffen, indeßauch in der Grafschaft Baden Bewegungen herrschten. — Glarusschickte 450 , Schafhausen 600 Plann, Jnnrrrhoden «ine Com-pagnie, Außerrhoden und die Stadt St. Gallen, jedes zweyFahnen. Zürich gab seinen Zuzug dreyfach durch beynahe 5000,von denen ein großer Theil aus angeworbenen Freywilligenbestand. Thurgau, welches in diesem Orte von langem hereinen Beschützer sah, blieb nicht nur ruhig, sondern schickte SooMann. Die wiederhohlten, entgegen kommenden ErbiethungenLerns hatten nur vermehrte Anmaßungen zur Folge. Leuen-berger, welcher zahlreiche Scharen versammelte, und zu Oster-n. 2