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frühern Jahrhunderten nicht seltene Wagniß der Auswahl einerso gefährlichen Daustätte. 1673 und in den folgenden Jahrenentstanden neue Mißhelligkeiten mit dem Herzoge von Savoien,weil dieser zu Bellerive einige Festungswerke angelegt hatte,und 1679 wurde die Stadt plötzlich in ein gefährliches Verhältnißgegen Ludwig XIV versetzt. Bisher hatte ein Genfer die Fran-zösischen Angelegenheiten daselbst besorgt; allein der immer aufneue Machtaußerungen bedachte König schickte einen Residenten,Chauvigny, dahin. Dieser dehnte die Ausübung des katholischenGottesdienstes in seiner Kapelle so aus, daß mehrere Geistliche undviele Einwohner der Umgegend sich bey demselben einfanden.Ein solcher Zusammenfluß verursachte einen Tumult der dadurcherbitterten Volksmenge. Der Magistrat that sein Möglichstes,Gewaltthätigkeiten zu verhüthen, und die Geistlichkeit war kluggenug, ihn zu unterstützen. Zwey blinde Pistolenschüsse in derNahe der Wohnung des Residenten erklärte dieser als eine gegenihn gerichtete Beleidigung. Die Thäter wurden eingezogen.Nach Paris eilte ein Abgeordneter. Die evangelischen Lrte wand-ten sich an den Gesandten zu Solothurn. Der König willigtein die Loslaffung der Verhafteten ein; aber im folgenden Jahreverursachten die Oeffentlichkeit, welche der Resident seinem Got-tesdienste gab, und die große Zahl der herbey gekommenen Per-sonen eine neue Volksbewegung, die aber keine Folgen hatte.Die Sendung des Syndies Trembley an den König hatte dieWirkung, Laß Chauvigny abgerufen und ein anderer Resident,cku kre, bestellt wurde.
Noch während des Krieges verbreitete sich das Gerücht, Frank-reich werde die Schanze bey Groß-Hüningen zu einer Grenz-festung ausdehnen, und bald begannen die Anstalten zu diesemBaue. Der Französische Dothschafter, Gravelle, an den dieEidSgenossen von der Jahrrechnung zu Baden 1679 ihre Vor-stellungen gelangen ließen, schilderte die Sache als eine noth-wendige Sicherung der oft von dieser Seite Her beunruhigtenGrenze Frankreichs, und stellte als erste Bedingung der Unter-