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Zweyter Band.
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um die Aufhebung dieses Unternehmens zur Bedingung ihrerHülfe zu machen. Kraft des Ryswiker-Friedens mußten die Brücke,die Werke auf der Deutschen Seite und im Rheins wieder ge-schleift werden.

Ungestraft bemächtigte sich Ludwig XIV, 1681, mitten imFrieden der Reichsstadt Straßburg, deren Thore ihm Furcht undUntreue öffneten. Auf einer eilends nach Baden berufenen Tag-leistung verhießen sich die Eidsgenossen, jedem Orte Hülfe zuleisten, welchem eine Gefahr drohen wurde. An den König,welcher in's Elsaß gekommen war, schickten sie eine zahlreicheGesandtschaft, die zu Ensishcim Audienz erhielt*) und ihreAufwartung wiederhohlte, als derselbe auch Hiiningen besuchte.Geschenke an Geld, welche sie erhielten, überließen mehrere Glie-der derselben den Armen, z. B. der Bürgermeister Krug undder Stadtschreiber Harder von Basel. Die Nachgiebigkeit, mitwelcher diese Gesandtschaft in dem Besuche bey dem Bruder desKönigs ein weniger ehrenvolles Ceremonie!, als das vormahligeannahm, verbunden mit dem Falle der Stadt Straßburg, ver-ursachte bey dem Schweizerischen Volke großes Mißtrauen undUnzufriedenheit. Als der König im Juni 1683 wieder imElsaße eintraf, bewillkommten ihn im Nahmen der Eidsgenossen-schaft zu Colmar nur drey Abgeordnete von Basel, welche nichtsdesto weniger vom Könige eine verbindliche Antwort erhielten.

(*) Die gefällige Aufnahme und die mündlichen Freundschafls-Versicherungen des Königs, welcher allen Gesandten die Hand reichte,seine Absicht, die Verträge zuhalten, aussprach, und beyfügte,je näher er den Schweizerischen Grenzen komme, desto mehr werdeer den Anlaß haben, ihnen Beweise seiner Freundschaft zu er-kennen zu geben, bezeichnet der Fortsetzet von Dullingers Chronikam Rande mit den Worten: kwmla öulce canit (lieblich klingt dieLockpfcife). — Die Aeußerung des eidsgenöffischcn Wortführers, manhabe immer die Pflichten gegen Frankreich wahrgenommen, faßteder König in der Antwort genau auf und bezeugte seine Freuteüber die Bereitwilligkeit der Schweizer, ihre Pflichten zu erfüllen.