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Bey seiner Ankunft in der Freygrafschaft war das BtrnerischeVolk so mißtrauisch, daß die Regierung einige Kriegsrüstungenzu machen veranlaßt wurde.
Nicht ohne Widerspruch der reformirten Glarner legten 1675die Katholischen ein Kapuziner-Kloster zu Näfels an. AndereUneinigkeiten der Glarner beschäftigten die Eidsgenossen von 1680bis 1687 auf vielen allgemeinen und besondern Lagsatzungen.Ein 162Z über den Antheil beyder Religionsparteyen an derRegierung und noch andere Gegenstände geschlossener Vertraghatte Mehreres unerörtert gelassen, das bey freundschaftlicherStimmung unbedeutend, bey feindseliger ein Stoff endloser Strei»tigkeiten seyn konnte. In Vergleichung ihrer Lage mit Appen-zell überließen die Katholischen sich der Hoffnung, sich zu einerunabhängigen Halste des Landes mit eigener Regierung erhebenzu können. Die Reformirten hingegen erblickten in ihnen nichtviel mehr, als demachten Theil der Einwohnerschaft, der gleich-wohl in den obersten Landesämtern die Hälfte, in andern dendritten oder vierten Theil der Stellvertretung ausübe. Dadurchdaß die Katholischen in dem letzten Rheinthalec-Geschäfte sichals unabhängig an die katholischen Orte, und wegen des Defen-sionals an Schwyz angeschlossen und gemeinschaftlich mit diesemOrte Gaster und Utznach von der Theilnahme an der'Grenz-bewachung abgehalten hatten, waren die reformirten Einwohnerin hohem Grade gegen jene erbittert. Die katholischen hingegenbeklagten sich, daß sie bey gemeinschaftlichen Berathungen vondiesen überstimmt seyen. Eine Reihe von Streitfragen bildete sich.Lange wollten die Katholischen sie durch die Mehrheit der Orte,die Reformirten nur durch gleiche Sätze erörtern lassen. Einevorgeschlagene Landestheilung, durch welche die reformirten Glar-ner den Katholischen Bitten und Nieder-Urnen durch Auskaufüberlassen, und dagegen nur die Besitzungen dieser letzterer zuMitlödi und im Linththale erhalten sollten, verwarfen sie beharr-lich, weil 1063 Menschen 93 andern hätten ihre Besitzungenchberlasftn müssen, und man überöieß die Möglichkeit bezweifelte,