Band 
Zweyter Band.
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Grenze hin eine sich hoch erhebende Staubwolke. Sogleich warman von einem Einfalle der Züricher überzeugt; die Sturmglockewurde angezogen; die Einwohner der Landschaft Utznach eiltenbewaffnet dem vermeinten Feinde entgegen. Fünfzehn Züriche-rische Angehörige wurden gefangen gesetzt, einige aus ihnen ver-wundet, und nun näherte sich eine große Schafherde. Die Hexe mußtedas Blendwerk hervor gebracht haben. Die Verhafteten wurden so-gleich losgelassen und bewirthet; ihre Rückkehr verschaffte einigenUtznachern, welche bereits in der Gegend von Wald waren ange-halten worden, die Freyheit, und entwaffnete die sich rüstendenbenachbarten Züricher und Glarner. Durch die Bemühungender unparteyischen Orte und die Einwirkung des Französischen Ge-sandten Amelot verglich man sich endlich so, daß der katholischeGottesdienst zu Wartau, wo zwey katholische Familien wiederzur reformirten Religion zurück gekehrt und die übrigen weggezo-gen waren, mit Vorbehalt der Rechte eines jeden Theiles auf-gehoben und eine allgemeine Amnestie bekannt gemacht wurde.Doch erhielten die verwundeten Züricher eine Entschädigung.

Wegen einer Druckschrift G), in welcher der später im Ta;-genburgerkriege noch bekannter gewordene Badische Untervogt BeatAnton Schnorff 1698 bey Behandlung der Gleichheit der Stim-men in Religionssachen, welche der Lanöessriede festgesetzt hatte,sich Anzüglichkeiten erlaubte und zu beweisen suchte, sie betreffenkeineswegs die Katholischen, sondern nur die Reformirten, u. s. f.mußte er deuEesandteu der evangelischen Orte eine Abbitte machen,und das Buch wurde eingezogen.

Verträge zwischen dem Abte zu St- Gallen und der Stadtvon 1549 und 1650 gestatteten den Prozessionen den Weg durchdie Stadt. Doch sollten sie Fahnen und Kreuze entweder vorden Thoren zurück lassen oder niederschlagen. Am Kreuzerfin-dungsfeste 1697 ging eine Prozession aus dem Kloster durch die

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