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Stadt nach St. Fiden hinaus, und ein Ordensgeisilicher trugein silbernes Kreuz emporgehalten vor der Brust. Die Stadtmachte Gegenvorstellungen bey den Beamten des Abtes, der ebenabwesend war; allein die Prozession kehrte auf die nähmliche Weisezurück, indeß die Bürger ihr zuriefen, man sollte das Kreuz herabsenken. Als am nächsten Sonntage einige Kreuze von den Pro-zessionen, welche von außenher nach dem Kloster zogen, wiederemporgehalten getragen wurden, gegenseitige Erklärungen erfolg-ten und das Volk sich erhitzte, warfen endlich die Bürger, indeßder Rath sich berathschlagte, das Klosterthor zu, und pflanztenvier Kanonen vor demselben auf. Als die Prozessionen und diebewaffneten Mischen Unterthanen durch das Hintere Klosterthorentlassen wurden, führte auch die Stadt die Kanonen wieder weg.Nach wenigen Tagen trafen Gesandte von Zürich und den äußernRhoden ein; aber man näherte sich nicht. Am nächsten Sonntageblieben die Thore der Stadt bis auf Eines geschlossen. DieBürger und ioo Appenzeller, welche man geworben hatte, hieltenWache. 200 Mann hatte der Abt in das Kloster gezogen; Zoooandere waren um die Stadt her verlegt und 20 Kanonen auf demDamme zu Rorschach in Bereitschaft. Die Bothen der Schirm-orte versammelten sich. Der Abt klagte, man habe die Waffen 'gegen Leute ergriffen, welche Rosenkränze' trugen, auf dir Dä-cher des Klosters geschossen, seine reformirten Unterthanen aufge-wiegelt , u. s. f. Die Stadt wollte nur zu eigenem Schutze sichbewaffnet haben, und behauptete, von außenher sey auf eine ihrerKirchen, und zu St. Fiden auf einen vorübergehenden Bürgergeschossen worden. Sie stutzte sich auf den Satz, in zweifelhaf-ten Fällen sey die Vermuthung für den Landesherren; denn derZwist war in ihrem Bezirke entstanden. — Viele Beschädigungentrafen die Grundstücke der Bürger. Dreyzehn Tage lang bliebder Zugang von beyden Seiten verrammelt, bis endlich dieschirmörtischen Bothen den Frieden so herstellten, daß zuerst dieStadt und unmittelbar nach derselben der Abt die Verschanzungenschleifen und die Bewaffneten entlassen mußten. Wegen der Eere-