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darzustellen, zeigte sein Nachfolger, Leodegar Bürgisser von Lu»zern, schon dadurch, daß er sich weder von dem päpstlichenßLega«ten, noch von dem Bischöfe zu Constanz, sondern von dem Weih-bischofe zu Eichftädt einsegnen ließ und die hergebrachten Geschenkean die Abgeordneten der IV Schirmorte verminderte. Erfolglosblieben die Versuche des Französischen Bothschasters, durchAuszeichnungen und Geld diesen neuen Fürsten und seinen Lan-deSHofmeister von Oesterreich abzuziehen, obgleich dieser letzteresich selbst nicht vergaß; denn beynahe alle einträglichen Stellendes Landes waren von Gliedern seiner Familie besetzt. Die .Wei-gerung der Stadt Weil, dem neuen Fürsten zu huldigen, bisdie päpstliche Bestätigung und die kaiserliche Belehnung würdenerfolgt seyn, ließen er und die Schirmorte Hingehen, und sieerfolgte nicht eher als 1699.
Weit öfter als das von Frankreich eingeschlossene Mühlhausenfand sich Genf, gerade um seines berühmten Nahmens willen,in schwierige Lagen versetzt. Kaum hatte der Magistrat am Endedes Jahres i690 vernommen, ein Englischer Resident, Herwarö,sey dahin bestimmt, als er, besorgt über den Eindruck, den dieseErscheinung auf das Französische Cabinet machen werde, eilendsan Zürich und Bern Abgeordnete sandte, um ihren Rath einzu-hohlen. Aber mittlerweile erfolgte die befürchtete Ankunft.Behuthsam ward dem Eingetroffenen angezeigt, man erwarte denRath der Verbündeten; aber empfindlich darüber verreiste Her-ward sogleich.. Mit Entschuldigungen wandten sich die Genferan seinen König. Keine falschen Begriffe von beleidigter Mo-narchenehre leiteten Wilhelm III. Er war billig und menschlichgenug, um weder Empfindlichkeit gegen die Stadt zu äußern,noch darauf zu bestehen, daß diese durch Erfüllung seiner Forde-rungen sich der stolzen Härte Ludwigs XIV bloß stelle.
Während daß Savoien von Frankreich besetzt gehalten wurde,war Genf ganz von dieser Macht umgeben. Als 1695 die Nach-richt von der Eroberung der Festung Namur durch die Allirtendaselbst eintraf, gaben einige Engländer und Deutsche, Leuten,
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