Band 
Zweyter Band.
Seite
104
JPEG-Download
 

104

und während baß die Preise aller Dinge stiegen, sank in Frank-reich der Werth des Schweizerblutes, weil man die Waare inMenge erhielt und die Mäckler, nur auf den Gewinn des Augen-blickes bedacht, sich mit geringen Vortheilen begnügten, wogrößere versagt wurden (*). Zwar hatte Zürich 1690 Frankreichkeine Werbung mehr gestattet; dennoch waren während des Krie-ges nahe an 3v,ooo Schweizer unter Frankreichs Fahnen gestan-den. Kaum war der Friede geschlossen, als Las FranzösischeEabinet, ohne sich an die Kantone zu wenden, sich mit denbedeutendsten Schweizerischen Befehlshabern in Unterhandlungenüber veränderte Capitulationen einließ, sowohl um sich einesTheiles der lästig gewordenen Mannschaft zu entladen, als um denSold herab zu setzen. Stuppa's getadelte Capitulation von 1670sollte noch schlechtem Bedingungen weichen. Gerüchte davonkamen in die Heimath und mit ihnen Entlassene, die ohne Ver-pflegung sich nach Hause hatten betteln müssen. Im Februar 1698antwortete der König den katholischen Orten, die Schweizermögen um den verminderten Sold dienen oder heimgehen. Nichtsdesto weniger scheute der neue Französische Bothschafter Puisieuxsich nicht, in seiner Antrittsrede mit den gewähltesten Ausdrückenvon den Thaten der eidsgenössischen Truppen während des letz-ten Krieges zu sprechen. Er verglich sie den Helden des Burgun-dischen Krieges; das Lob der erworbenen Lorbeeren müsse Frank-reich mit ihnen theilen; der König achte sie als seine vertrautestenFreunds und Bundesgenossen. Sehnlich wünsche er, ihre Treuezu belohnen, u. dgl. m. — So klangen seine Worte, und aufvier Tagsatzungen beschäftigten sich die Eidsgenoffen mit derSache; doch, aus Mangel an Ausammenstimmung, mit geringemHrfolge. Zuerst wurden sie hingehalten. Dem Könige, hieß

G) Schon sagt der Englische Gesandte Stanian in seinem8rnss6 , 1714. S. Oa trouvera yue. tout

evmple, il sort xlus ä'afAenr äu xs^s» ^u'il en entre ItzSrspviesz ^rsnZers..