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habe Bern von Frankreich nichts zu besorgen. Am 23 Märzkam auch die Herzoginn nach Neuenburg und wurde als Landes-furstinn empfangen. Sie schenkte der Stadt eine Fahne und erließdem Lande eine Abgabe.
König Wilhelm m von England, Prinz von Lranien,eröffnete nun auch die alten oberlehensherrlichen Ansprüche alsAbkömmling des Hauses Chalon, und Seitenverwandte mit«»stutzten diejenigen der Herzoginn Maria. Die NeuenburgischenStände und alle Gemeinen bestätigten nun noch ein Mahl die Recht«der Letztem. Der Französische Gesandte kam selbst nach Neuen-burg .und forderte einen Richter. Unzufriedene in kleiner An-zahl, welche sich für den Prinzen hatten gewinnen lassen, zogder Magistrat zur Verantwortung. Noch erregte das Gefolge desPrinzen vor seiner Abreise einen unruhigen, doch unbedeutendenAustritt zu Neuenburg. Einen neuen Versuch, die III Ständezusammen zu berufen, vereitelte Berns Entschlossenheit; dochstellte die Herzoginn vor ihrer Abreise aus Furcht vor dem Könige,auf dessen Begehren, die entlassenen Beamten wieder her, undlange drang der König noch auf die Wiedereinsetzung des Neuen-burgischen Predigers Girard, eines Mannes, der im siebenzigste»Altersjahre wegen des Mißbrauches der Kanzel für die Ansprüchedes Prinzen von Conti und anderer Unregelmäßigkeiten endlichwar von seiner Stelle entlassen worden. — Die evangelischen Ortewurden in diese neue Streitigkeit hinein gezogen. Unterhandlun-gen führten zu keinem Ziele; der König drohte. Allein die Geist-lichkeit und die Landschaft Neuenburg gaben nicht nach; dieErbitterung des KönigS fiel auf die Herzoginn zurück. Sie mußt«den Gouverneur Montet entlassen, ernannle an seine Stelle denFranz von Molondin, und gleichwohl verwies die Ungnade desKönigs sie von Paris aus eines ihrer Güter.
Ein reichlicher Sold, große Geschenke und JahrgelLer undeine gänzliche Befreyung von Zöllen waren die Bedingungen,unter welchen die alten Schweizer Frankreichs Macht vergrößernHalfen. Von Zeit zu Zeit wurden diese Begünstigungen emgeschränkt;