Band 
Zweyter Band.
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bloßer Bereicherung der Anstalt; mehr Barmherzigkeit in derAufnahme armer Kinder von Stadt und Land in das Waisenhaus;Beschränkung öffentlicher Mahlzeiten; Verminderung größererBesoldungen. Die Rechnungen der Salzkammer, der Gesandt-schaften, n. A. m. sollen durch den großen Rath geprüft wer-den; eine Verordnung gegen den Luxus in Kleidern, u. dgl;Verbesserung des Kriegswesens und gute Offiziere; Errichtungeiner Ingenieur- und Miniererschule, einer solchen für die Fran-zösische und Italiänische Sprache und für Leibesübungen; dieHintersassen sollen nicht vermehrt, die Löhnung des Gesindes nichterhöhet werden, u. s. f.

Als Beschwerde wurde angeführt: Daß man im großen undkleinen Rathe oft Zeitungen, Briefe, u. dgl. lese, die Sitzungverlasse und nachher ohne Kenntniß des Gegenstandes abstimme.Man fragte, ob nicht die Herren Häupter zu verpflichten wären,sich kleiner Nebengeschäste zu enthalten, und ihren hohen Ver-stand allein der Oberaufsicht über die Regierung, die Kirchen,Schulen und das ganze Volk zu widmen; ob ein Kaufmann nebenseinen Privatgeschäften könne die Stelle eines Haupts des Staatesbekleiden; pb nicht eine jährliche Censur aller Regierungsgliederohne Gefahr des Werden-Lassens- (Empfinden-Lassens) einzu-führen sey; ob nicht bey großen VerwandtschaftsauSständen imkleinen Rathe Glieder des großen Rathes zugezogen werden könn-ten ; ob es wohlgethan sey, daß die Vertheilung des Almosensnur den Pfarrern überlassen werde; ob nicht die Geistlichen desWeysitzes im Ehegericht enthoben, und die Ehescheidungen er-schwert werden könnten; ob die Söhne derjenigen, welche in demDienste fremder Herren stehen, auch in den Staats-Canzeleyensollen zugelassen werden. — Endlich bath man, die Landleutemöchten von ihren Obervögten, Landvögten und Landschreibernliebreich, mild, und nicht Höhnisch gehalten werden.

Am 4 October legten die Ausschüsse ihre Vorschläge den Zünf-ten vor, und am 10 wurde die erste Zusammenkunft zwischen ihnenund der Regierungs-Commission aus dem Rathhause gehalten.