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erst bey dem Kreis-Convente zu Eßlingen eine Erleichterungnachsuchen wollten, erreichten ihren Zweck nicht.— Das Kriegs-glllck der Verbündeten stimmte Ludwig XIV so herab, daß er 17o5die Friedensvermittelung der Eidsgenossen suchte. Der Nuntiusunterstützte dieses Begehren, und Luzern trug auf die Erfüllungdesselben an. Die Resormirten, welche sich bey den protestan-tischen Allirten verwenden sollten, waren dazu nicht geneigt;und als man sich über den Entwurf eines Schreibens berath-schlagte, gab die Oesterreichische Gesandtschaft ihre Protestationein. Dennoch setzten die katholischen Orte ihre Versuche fort,die aber fruchtlos blieben.
Die Erneuerung des Mayländischen Capitulats betrieb 1705,von der Nuntiatur unterstützt, der Spanische Gesandte BerettiLandi, indeß Kaiser Joseph I demselben entgegen wirkte, und dieresormirten Orte davon abmahnten. Nach langer Uneinigkeittrennten sich die katholischen Orte. Au Luzern, in dessen Rathezuerst die Stimmen gleich gewesen waren, siegte endlich die vonSpanien gewonnene Partey. Dieser Canton nahm das Capitulatan, und nur Uci, Unterwaldcn und Aug folgten seinem Beyspiele.Allein kaum war dasselbe am 12 August 1706 zu Luzern seyerlicherneuert, ihre Gesandtschaften mit goldenen Ketten beschenkt wor-den, und zwey Regimenter in Spanischen Sold getreten, alsder Entsatz von Turin und die Niederlage der Franzosen dieseZwang, Italien zu räumen und Mayland dem kaiserlichen Scepterunterwarf. Sogleich wurde daselbst aller Verkehr mit den Capi-tulirenden und mit den Italiänischen Vogteyen verbothen, unddie Letztem büßten durch die Abschneidung der Aufuhr und des Er-werbes eine Aeit lang hart für die Uebereilung eines Theiles ihrerGebiether. Dagegen machte Savoiens Räumung den Unterhand-lungen über dessen Neutralität ein Ende.
Geheime ausländische Ränke wirkten so, daß 17o6 nahe beyRolle zwey Französische Couriere ermordet, ihre Briefschaften,indeß die Effecten unberührt blieben, weggenommen, im Sommersogar Französische Gelder öffentlich aus einem Schiffe geraubt