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Zweyter Band.
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flirten. Der Tagsatzung, welche am 2 zu Baden sich versammelthatte, sagte am 5 der Französische Bothschafter, indem er sie vorihrem alten Feindes*) warnte, die Eiösgenoffen hätten dennochkeinen gefährlichern Feind, als sich selbst. Allein unversöhntging man am 9 und 10 aus einander. Schultheiß Willadingkam selbst nach Jürich, um sich mit dem geheimen Rathe zuberathschlagen; und der früher schon zum Kriege geneigte Vorortbedurfte jetzt der Aufmunterung.

Am 12 April erließ der Toggenburgische Landrath eine Kund-machung, worin er sich über die frühern Bedrückungen, die gegen-wärtig über ihn verbreiteten Verleumdungen, > die Aufwiegelun-gen des Volkes im untern Amte, die Kriegsrüstungen und einenvon dem Abte entworfenen Angriff, beschwerte; er sey daher ge-nöthigt, die Klöster St. Johann und Magdenau, die man zurUnterdrückung des Landes habe besetzen wollen, einzunehmen.Sollte indeß der Abt mit beyden Religionstheilen zugleich inUnterhandlung treten, oder durch die Mediation eine Entscheidungerfolgen, so werden sie demjenigen, was ihren Freyheiten angemes-sen sey , billigen Beyfall geben, gegen Unterdrückung aber bis aufden letzten Blutstropfen sich vertheidigen. Schon hatte der Land-rath Aürich und Bern gemahnet. Diese zogen an ihren Gren-zen Truppen zusammen, und am 1Z erließen auch sie ein Manifest,in welchem sie sagten, sie gedenken nur, die Unruhen im Toggen-burg zu stillen, die gestimmte Eiösgenossenschast im Frieden zuerhalten, ohne Offensten irgend eines Ortes; auch seyen sie zueiner aufrichtig gemeinten Mediation bereit, u. s. f. Ihnenschrieb dagegen der Abt am 12, er hätte nicht geglaubt, daß die

diesen Herren anzuzeigen, sich, wenn sie über geistliche Personen zuklagen haben, an den Nuntius zu wenden; „wurden sie aber diesemnicht Folge leisten, wird ihnen hiemit angekündigt, daß sie wirklichin Bann gethan, von dem Schooße der Kirche ausgeschlossen, unddem Gewalt der Hölle übergeben heißen und sepn. "

('-) Oesterreich.