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Zweyter Band.
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mit der Aufforderung, dem Abte von St. Gallen behiilflich zuseyn, weil die übrigen Orte sich, wenn dieß nicht geschehensollte, zur Unterstützung desselben und der beyden verlandrechtetenOrte verpflichtet sehen würden. Schwyz drückte sich in einembesondern Schreiben noch entscheidender aus. An diesen Erklä-rungen nahm Glarus keinen Theil. Am 20 hatten Zürich undBern die freyen Aemter und die Badischen Städte aufgefordert,sich neutral zu verhalten. Allein schon am 21 bezogen sich Ba-den und Mellingen darauf, daß sie den v Orten, als der Mehr-heit der Regierenden, gehorchen müssen. Die Luzerner besetztenihre Grenzen gegen Bern, und um die Vereinigung der Züricherund Berner zu verhindern, mit einiger Mannschaft Bremgarten,Mellingen, und nach wenigen Tagen auch Baden. Am 22 tra-fen auch mehrere Hundert Urner und Unterwalöner an der Züri-cberischen Grenze ein, und eine Besatzung wurde von ihnenin die Stadt Rappersweil gelegt. Zug besetzte seine Grenzen.Das Nähmliche hatte Zürich bereits gethan, und auch bey Rütiein Corps zusammen gezogen.

Sehr unruhig und ungehalten war man zu Zürich über dasAusbleiben der Berner; und schon hatte Zürich die evangelischenOrte und die Bündner gemahnet. Am 2Z that Bern dieß gegenBiel, Genf und Neuenburg, und erinnerte Zürich, die gemei-nen Herrschaften, wo dieß noch möglich sey, vornehmlich die wel-schen Vogteycn, zu ermähnen, sich von den V Orten nicht iudie Waffen rufen zu lassen. Am 24 erschien das Manifest der vOrte, in welchem von der einseitigen Einmischung der Züricherund Berner iu die Toggenburgischen Angelegenheiten, der Ein-nahme der Schlösser, dem Einrücken der Züricher in das Gebiethedes AbteS, den ungewöhnlichen Rüstungen der Berner, u. s. f.gesprochen, hierauf die Nothwendigkeit von VcrtheidigungS-Maßregeln gegründet, und zugleich versichert wurde, man ge-denke, den süßen Frieden nicht zu stören. Auch bothen sie nocheinen Vergleich an, zwar nur unter der Bedingung, daß zuvordie, Truppen aus dem Felde geführt werden sollten. An eben