nete sich der Oberstlieutenant Groß aus, den Bern ihm beige-ordnet hatte. Fern von kleinlichen militärischen Ansprüchen be-nahm sich derselbe mit Nabholzen, der bereit war, sich ihm unter-zuordnen, im schönsten Einverständnisse.
Die Mittheilung der Züricher und Werner hatte der Graf vonTrautmannsdorf sogleich mit der Bitte beantwortet, die Feind-seligkeiten zu unterlassen, seine Vermittelung angebothen, undbeygefügt, sein Hof und das ganze Reich werden diesem Kriegenicht gleichgültig zusehen. Nichts desto weniger besetzte auchBern seine Grenzen nicht nur gegen Luzern, Unterwalden unddas Wallis, sondern auch gegen Freyburg und Solothurn,welche das Nähmliche thaten, und ließ 4700 Mann unter demGeneral Tscharner in den untern Aargau vorrücken. Auf dieMahnung der Schwyzer hatte Luzern sogleich einen Zuzug von ßoo,nicht zwar die gewünschten Vorräthe, doch aber freyen Kauf, mitdem Vorbehalte des eigenen Bedürfnisses, bewilligt und aufeine Conferenz nach Brunnen angetragen. — Nach Mellingenschickte es einen Platz-Commandanten und forderte Schwyz auf,einen solchen nach Baden abgehen zu lassen. Zu Brunnen erin-nerte Ury, das Toggenburg sey in dem goldenen Bunde nicht ent-halten; allein man beschloß, die übrigen katholischen Orte nachden geheimen Abschieden zu mahnen. Am 17 erließ die Confe-renz eine Abmahnung an Zürich und Bern mit der Erklärung,Schwyz werde das eidsgcnössische Recht, der Abt eine Vermitte-lung annehmen. Am 18 rückte Schwyz auf seine Grenzen vor.4oo Luzerner vereinigten sich mit den Schwyzern bey Pfeffikon,und fünf und dreyßig vor dem Zeughause aufgestellte Kanonensollten der Bernerischen Gesandtschaft beweisen, daß man zunachdrücklichen Maßregeln entschlossen sey. Freyburg, Solothurnund der Bischof von Basel antworteten den V Orten, gerüsteterwarten sie ihre Mahnung, und Wallis kündigte seinen Zuzug an.Schwyz berief die Beamten der freyen Aemter in das KlosterMuri und forderte sie zur Anschließung an die V Orte auf.Luzern ließ eine Truppeiiabtheilung in diese Herrschaft einrücken,