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Nachher forderte er einen Waffenstillstand; allein, da die AntwortdeS Züricherischen Anführers die Aufschrift führte: „UnsermHoch-geehrten Herrn" sandte er dieselbe zurück. Endlich schiffte erwährend der Unterhandlungen Abends um 7 Uhr sich nach Walds-hut ein. Als am Nachmittage die Berner, welche bey Mellin-gen mit 6000 Mann über die Reuß gegangen waren, mit derHauptmacht über den Berg nach den großen Bädern hinzogen,und mit einer kleinern Abtheilung dem Frauenkloster sich näher-ten, capitulirte die Stadt mit ihnen nach wenigen, von den gro-ßen Bädern her empfangenen Schüssen. Allein ungeachtet dieBedingungen strenger waren, als bey keiner der bisherigen Ca-pitulationen, wollten die Züricher, erbittert, daß man mit denkaum anrückenden Bernern unterhandelt habe, diese nicht aner-kennen. Die Besatzung aus den Ländern gehorchte keinem Be-fehle mehr, zog ab und die Luzcrner folgten nach. Die Stadtmußte sich auf Gnade ergeben, erhielt nun aber beynahe ganzdie von den Bernern bewilligte Capitulation, ungestörte Reli-gions-Freyheit, mit Vorbehalt der Erbauung einer reformirtenKirche außer der Stadt. In künftigen Kriegen soll die Stadtneutral bleiben. Man wird sie bey ihrem im Rechte begründe-ten Polizeywesen beschützen. Alle Artillerie und Kriegsvorräthewerden den beyden Orten übergeben, und die Stadt ist ihr offe-nes Haus. Die Besatzung wird ohne Artillerie abziehen undauf die Grenze begleitet werden. Wegen der Kriegskosten be-halten sich beyde Orte vor zu verfügen. Man fand 54 Kanonen,4 Mörser und viele andere Kriegsvorräthe, welche die Eroberermit dem Silbergeschirr der Stadt unter sich vertheilten, toooMann wurden in die Stadt gelegt und am Z die Huldigungeingenommen. Ein großes Gewicht legte Zürich auf die schnelleSchleifung der Festungswerke, zu welcher Bern sich nicht sogleichentschließen konnte.
Unaufhörlich wirkten der Abt und seine Rathgeber aus denOesterreichischen Hof. In einer vorläufigen Information in Sa-chen der reichslehenbaren Grafschaft Loggenburg suchte der Ba-