Band 
Zweyter Band.
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res. Die in der ersten Linie wankenden Genfer und Neuenkur-ger brachte die Hülfe der Lernerischen Dragoner wieder zumStehen. Durch eine Schwenkung kam der Generalmajor Ma-nuel seinen Gegnern in die Flanke. Heftig war das Feuer,bis zuerst die Freyamtner, dann auch die klebrigen ihre Rettungin der Flucht suchten. Das Bernerische Fußvolk, von der ein-haltenden Reiterey unterstützt, drang mit dem Bajonette ein,verfolgte die Fliehenden in den Eichwald, durchbrach die Hecken,hinter welchen sie sich wieder gesammelt hatten, und nahm 4Stücke und einige Fahnen weg. Viele Fliehende erstickten undertranken in dem nahen Teiche und in der angeschwollenen schlam-michten Bünz, oder sie wurden in denselben getödtet.

Weit entfernt, sich durch diese Flucht zurück halten zu lassen,beschleunigten jetzt die Luzerner zur Rettung ihrer Kampfgenos-sen durch das Dorf Dintikon und neben demselben vorüber einenraschen Angriff auf den rechten Flügel der Berner, der zurückzu weichen begann. Den Brigadier Sonnenberg, dem ein Pferdunter dem Leibe war erschossen morden, hielt eine Wunde amArme nicht ab, die Seinigen anzuführen; in dichtem Handge-menge an dem Weinberge wurde der Oberst Fleckenstein getödtet,als er eben nach einer Dernerischen Fahne griff. Der zu Hülfegerufene Bernersche linke Flügel hatte sich durch Verfolgung undBeutemachen gänzlich aufgelöst. Die sich nach dem Angriffe derLuzerner wieder sammelnden Abtheilungen desselben wurden theilsvon dem weichenden rechten Flügel fortgerissen, theils durch eineSchar Ländler und Freyamtner gedrängt, welche nach ihrer har-ten Niederlage auf eine bey Milizen seltene Weise neuen Muthgefaßt hatten. Ueber eine Viertelstunde wichen die Berner, dochohne Unordnung, langsam zurück, so daß auch die Luzerner,zweifelnd, ob eine Kriegslist dabey verborgen sey, nur in eini-ger Entfernung nachfolgten, und endlich zu feuern aufhörten.Immer mehr sank der Muth des Eeruerischen KriegövolkeS. DerGeneral-Quartiermeister Tscharner, welcher einige 100 Mannstehen zu machen versucht hatte, war tödtlich, der General von