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Zweyter Band.
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Kern, Gleichgültigkeit öle Andern eine sie wenig berührendeSache erblicken. Allein die Aufstellung dieser Commission und dieUnterstützung, welche auch der Bischof von Constanz auf demReichstage fand, brachten zuerst zu Bern und in der Folge auchzu Zürich die Ueberzeugung hervor, es sey nothwendig, eine ,Gesandtschaft, und zwar wie man sich ausdrückte, pro iulorms-tioos sä llecliQkiuckuiri korum iropsiii, nach Regensburg abge-hen zu lassen. , Johann Caspar Escher von Zürich, nachher Dur-'germeister, und Beat Rudolf Fischer von Bern, beyde Mitgliederder großen Räthe, erfüllten im October diesen Auftrag.

Nickt nur waren der Kaiser und die katholischen Reichs-stände, welche in der Sache des Abtes eine Benachtheiligungder katholischen Religion zu entdecken glaubten, den beyden Or-ten abgeneigt; sondern auch die meisten protestantischen Standehielten die Rechte des Reiches für gefährdet, und der kaiserlicheHof war sehr geneigt, den Abt mit Nachdruck zu unterstützen.Der Züricherische Gesandte war bestimmt beauftragt, vor keinerSession zu erscheinen, und keine Note mit Eingang und Unter-schrift einzugeben. Durch Ceremonie! und schwerfällige diplo-matische Formens*) mußte viel Zeit verloren werden.. Um ihrAnsehen zu behaupten, waren die Gesandten genöthigt, sich aufden Fuß der fürstlichen Gesandten zu setzen, und nichts destoweniger hatte dir Form ihrer Beglaubigungen: „Wir haben —abgeordnet", die Folge, daß ihr gesandtschastlicher Charakterbestricken wurde. Doch beseitigten sie alle Schwierigkeiten. —Pfalz war sehr geneigt, den Auftrag des Kaisers zu erfüllen;allein ein Rangstreit, welcher sich zwischen den Gliedern derCommission erhob, machte diese selbst zum Gegenstan.de neuerVerhandlungen.

Beharrlich schlugen Escher und Fischer die Einmischung des

G) Ihre Schilderung in Lee Lebensbeschreibung Johann Ca-spar EscherS, von D.Wyß, Zürich 1790, Seite 6r ff. ist auchheut zu Tags für den Geschäftsmann lehrreich.