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Zweyter Band.
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Kloster St. Gallen, den andern zu Weil, und ließen, indeß siedie Besatzungen verminderten, und endlich ganz zurück zogen, dieLandschaft noch ein Mahl huldigen. Unter sich selbst standenZürich und Bern oft im Widersprüche. Auf einer Conferenz zuAarau, im December 1712, hatte Bern darauf angetragen, zuBeförderung der Eintracht die Eroberungen zu theilen; Zürichglaubte dagegen, durch eine gemeinschaftliche Verwaltung könnedieser Zweck besser erreicht werden. Nachher war man uneinig überdie Dauer der landvögtlichcn Verwaltung, u. dgl. m.

Sehr ungerne hatten es die Vorsteher des Toggenburges gese-hen, daß die im Aarauer - Frieden ausgesprochene Amnestie auchauf die Anhänger des Abtes war ausgedehnt worden. Tiefglaubten sie sich gekränkt, daß sie bey den Unterhandlungen zuNorschach nicht als Theilnehmer zugelassen wurden. Bald suchtensie bey Zürich, bald bey Bern Unterstützung., Auf einer Rück-reise von Bern versuchten sie, die Länder zu einem Vertrage zubewegen, wurden aber mit Kälte zurück gewiesen. Uneinigkeitenzwischen beyden Religioustheilen veranlaßten die Katholischen zuAnfragen bey den Beamten deö Abtes. Gegen die Bezahlungder Landessteuern entstand so viel Widerspruch, daß dreyzehn Ge-meinen dieselben verweigerten; und es erforderte die nachdrück-liche Dazwischenkunst von Zürich und Bern, um 1745 ein ruhi-geres Verhältniß herzustellen.

Das Beyspiel des Abtes hatte den V Orten gezeigt, daß maubesiegt sey», und doch Zürich und Bern widerstehen könne.Dennoch erwogen sie dabey nicht genug die Ungleichheit der Ver-hältnisse. Der Papst und der Nuntius, den sein Gebiethe-,ungeachtet die Luzerne- um desseu Abrufung gebethen hatten, nochbis 1717 in seinem Amte verbleiben ließ, nährten die Empfind-lichkeit. Von Oesterreich, als dem erklärten Beschützer des Abtes,erwarteten die V Orte um so viel mehr Unterstützung, als sievon den Bemühungen des Papstes für diesen Zweck wohl unter-richtet waren; und an derjenigen Frankreichs zweifelten sie um soviel weniger, als du Luc seit dem Aarauer-Frieden seine Zusiche-