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Zweyter Band.
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gesammelt hatte, veranlaßten die innern Cantone, ihm vorzu-werfen, dieß erhöhe die Theurung , und man verbreitete sogar denVerdacht, es sollte dadurch die Ausführung feindseliger Absichtengegen jene Cantone vorbereitet werden. Auf der Tagsatzung mußteZürich sich rechtfertigen.

Bey einer abermahligen Theurung, 4699, beschwerten sich dieIH Lander mit Aug und Glarus über einige Beschränkungen,welche Aiirich, Bern und Luzern auf den Verkauf des GerreideSgelegt hatten, und forderten, jene sollten ihnen Getreide ausihren Magazinen überlassen. Bern bewilligte aus seinen Vor-räthen Zooo Mütt in dem nähmlichen Preise, wie es dieselbenseinen Angehörigen verkaufte. Diejenigen Cantone, welche Vor-rage gesammelt hatten, erinnerten die übrigen, auf ähnlicheVorsorge Bedacht zu nehmen, und man vereinigte sich, um beyDeutschland und Frankreich auf Erleichterung der Ausfuhr zudringen. 1709 zerstörte der harte Winter, noch mehr aber deram 18 May gefallene Schnee und der demselben nachfolgendeReif die Früchte der Weinreben gänzlich. ^

Auch von 1712 bis 1715 drückte die Theurung zu verschiedenenMahlen die eidsgenössischen Lande, und jedes Mahl vermehrtendie Noth und der Mangel den Reiz zu Auswanderungen. 1693und 1693 geschahen diese zahlreich nach der Pfalz und nachBrandenburg. 1712 gingen so viele Leute, vornehmlich aus demCantone Glarus und aus Bünden in's Preußische, daß der Königseinem Geschäftsträger auftrug, in der ganzen Schweiz und inBünden bekannt zu machen, keine Ansiedler werden angenommen,wenn sie nicht von demselben Zeugnisse über ihren Zustand, ihrAlter, ihre Habe, Profession und Vermögen mit sich bringen.

Den Fabrik-Arbeitern hatte ihr Gewinn schon während derNeunziger-Jahre die Mittel zur Erwerbung der nothwendigstenLebensbedürfnisse verschafft. Allein auch damahls schon hörte manklagen, daß durch die Fabrikation eine erkünstelte Bevölkerunghervor gebracht werde, welche bey Stockungen der Fabriken undbey Theurungcn schwer aus den Staat und die übrigen Einwohner