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rischen Zünfte, seine Anrede an die Regierungs-Commission mitden Worten: „Wir haben ob uns einen heiligen, wahrhaften,gerechten, erzürnten Gott, dessen Augen sind wie Feuerflammen,aus dessen Mund gehet ein scharfes zweyschneidendes Schwerist,u. s. f. >— Ein Kriegsgebethbüchlein, welches im May 1712 zuZürich heraus kam, führte den Titel: „ Geistliche Munition undProviant", u. s. f. In dem Gebethe des Fähnrichs liest man:„Ich bitte dich um des himmlischen Kreuzfähnrichs, des HerrnJesu Christi willen, du wollest mich bey meinem Fahnen schützenund schirmen, damit ich nicht etwa aus Furcht selbs davon treulosund flüchtig werde", u. s. f. In demjenigen einer Schildwache:„Behüthe mich vor den Gespenstern und Fankaseyen des leidigenTeufels", und: „Laß mich mit meinem Herzen zu dir rufen,weil ich an diesem Orte meiner Stimme Schall nicht darf hörenlassen", u. s. f.
Mehrere Aüricherische Theologen bemühten sich zu beweisen,man sey in Zürich dem Römischen Systeme nie ganz zugethan ge-wesen, statt sich auf die Behauptung zu beschränken, die Obrigkeitund einzelne selbstdenkende Männer seyen oft den Anmaßungen derHierarchie kühn entgegen getreten. —> Die Einmischung Lateini-scher, Französischer, Italienischer, selbst Spanischer Wörter indie Deutsche Sprache sah man als eine Zierde des Styles anst),und im Briefwechsel bedienten sich die Angesehenern gerne der Fran-zösischen Sprache, welche sie aber meistens schlecht schrieben.
In der Theologie äußerte sich ein ähnlicher Geist, der mitVernachlässigung des Practischen sich in ängstlichem Festhaltenan aufgestellten Systemen und in scholastischen Untersuchungen ver-lor. Bey den Katholischen befestigten sich das Ansehen des Tri-dentinischen Conciliums und der Nunciatur immer mehr. Ent-
st) Wie man Fehler klar einsehen, sie bestrafen und zugleichin dieselben sich verwickeln kann, zeigt selbst Leibniß, wenn er sagt:„Im dreyßigjährigenKriege —ist nicht weniger unsere Sprache, alsunser Gut in die Rappuse gegangen."