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Zweyter Band.
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mißtrauischen Stimmung von Zeit zu Zeit neue Nahrung. WeilFrankreich, je nachdem seine Staatsklugheit es zu fordern schien,die einen hoffen, die andern fürchten ließ, so stand das Restikutions-geschäft meistens mit den Anregungen eines neuen allgemeinenBündnisses mit Frankreich in Verbindung. Zwar gingen meh-rere Jahre vorüber, ehe beyde Angelegenheiten wieder zugleich undnach einem Plane betrieben wurden; allein sobald Frankreichoder Oestreich Gehör gaben, waren die V Orte für die Resti-tutions-Sache thätig. Im Nov. 17-4 erhielt Zürich von seinemCorrespondenten, auf dem Reichstage zu Regenöburg, die An-zeige, die V Orte hatten die Unterstützung des Kaisers in derRestitutions-Angelegenheit nachgesucht, und weil man zur nähm-lichen Zeit Anzeige von Waffenrüstungen im Canton Schwyzerhielt, stieg das Mißtrauen auf einen solchen Grad, daß ecksich bald verrieth und dadurch auch den innern Cantonen mit-theiltet Endlich sahen beyde Theile, daß sie sich gegenseitigzu sehr mißtraut hatten, und ein Schwert hielt daS andere inder Scheide.

Bald wuchsen die Hoffnungen der V Orte, als ein ange-sehener reformirter Mitstanö den Beruf eines Vermittlers auf sichnahm. Durch seinen DunLesvertrag war Basel zur Neutralitätverpflichtet, und zu Vermittelungsversuchen eingeladen; allein,damahls trugen eigene Zwecke das meiste zu dieser Stimmung Baselsbey. Seit dem Durchmärsche des Generals Merci 1709, hattedieser Canton vielfach die Abneigung Frankreichs empfunden;auch schienen Solothurn und die übrigen katholischen Orte nichtgesinnet, die Abneigung der französischen Gesandschaft zu mil-dern, durch Beförderung des französischen Planes ein allgemei-nes Bündniß zu Stande zu bringen, und durch Unterstützungder Restitution hoffte Basel Frankreich zu versöhnen und zugleichauch die katholischen Orte für sich zu gewinnen. Es machtedaher den beyden Orten Zürich und Bern Anträge, und diesehielten im März 1725 deßwegen eine Conferenz zu Aarau , dochohne dieser Aufforderung zu entsprechen. Noch mehr als Kern