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Zweyter Band.
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Als sie zahlreich, einen neuen Versuch machten, Netze wegzu-nehmen, wurde zu Klein-Hüningen die Trommel gerührt; dieEinwohner eilten herbey; Neudorfer wurden geschlagen. DieseThätlichkeit und die Beschuldigung, die Trommel sey auf Befehldes Landvogts gerührt worden, gab der Sache eine sehr ernst-hafte Wendung. Die Französischen Behörden sperrten sogleichden Verkehr mit Basel. Drey Basier wurden im Elsaß auf-gegriffen, und in die Citadelle von Straßburg gebracht. Ammeisten konnte der Ritter Schaub, Großbritannischer Geschäfts-träger am Französischen Hofe, ein geborner Basier, zu Stil-lung dieses Ungewitters beytragen. Er verwandte sich bey demCardinal Fleury, und kam selbst nach Basel. Der Landvogt Frey,gegen welchen der Unwille der Französischen Behörden gerichtetwar, ging nach Paris mit der Erklärung, dieser Schritt ge-schehe aus eigenem freyen Willen. Schon war der Verkehr mitBasel erleichtert worden. Der Streit wurde ausgeglichen, daßjeder Theil sich des Lachsfanges auf dem Gebiethe des andernenthalten, und die Mitte des Rheines die unveränderliche Grenze,auch, mit Ausnahme des Novembers der Fischfang, frey seyn soll.Der große Rath übertrug dem Ritter Schaub eine außerordent-liche Stelle im kleinen und geheimen Rathe.

Der Cardinal bezeugte Basel seine Zufriedenheit, daß mandem Landvogte Frey bewilligt habe, seine Soumiffion zu machen,und sich in die Hände des Königs zu geben (cle «e jecer emrsles Irwins clu roi). Bey diesem Anlasse erhielt Basel von demCardinal den Titel: magnistgues er puisssns seigneurs, undSchaub mußte Basels Geschäftsmänner aufmerksam machen, daßdieses Beyspiel künftig von Französischen Ministern und Beamtenwerde befolgt werden.

Mit Oesterreich schloß Basel, indeß die übrigen EidSgenos-sen sich nicht einverstehen konnten, t7ZZ den 7 August einenabsonderlichen Zollvertrag, in dessen § 7 Oesterreich zugab,daß die in der Eidsgeuossenschaft gewachsenen, erzeugten oderfabrizirten Waaren, der Zeug oder die Materie sey darin ge-