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bewies dabey Bern, wk wohlthätig ;in freundlicher äußererVermittler seyn kann. 1718 w«r der Stadtschreiber zu Bielvon stimm Amte entlassen worden. Er wandte sich an den Bi-schof. Dieser wies den Rath an, die Beschwerden des Stadt-schceiberS anzuhören, und verordnete zu diesem Zwecke einen be-sondern Ausschuß. Die Stadt hingegen, welche dieses Ein-schreiten dem Vertrage von 1610 und ihren Befugnissen zuwiderfand, machte Einwendungen. Der bischöfliche Meyer verfügteeine Suspension des gerichtlichen Verfahrens;, der Rath machtedagegen eine Protestation. Von dem bischöflichen Schaffner ge-reizt, drang eine Anzahl von Bürgern gewaltsam in die Woh-nung desselben, und brachte dadurch den Bischof noch mehr auf.Die unter sich uneinig gewordene Bürgerschaft wandte sich end-lich an das verbündete Bern, und mit Zustimmung des Bischofsübernahm dasselbe die Vermittelung, schickte im Juni 1720 eineGesandtschaft nach Pruntrut, wo ein Vergleich entworfen, imJanuar 1721 aufeiner Zusammenkunft zu Buren berichtigt, undbis ins folgende Jahr durch eine neue Besetzung der obrigkeit-lichen Stellen die Ruhe zu Biel wieder gänzlich hergestelltwurde. Neue Mißverständnisse zwischen dem Bischöfe und derStadt Biel über die hohe Gerichtsbarkeit, Cammeral-Gegenstände,das Mannschaftsrecht des Bielischen Banners im Stadtbezirkeund im Erguel, wurden 1731 wieder durch Bern ausgeglichen.Eine neue Zwistigkeit, welche 1747 dadurch veranlaßt wurde,daß Viel einige Mannschaft in Niederländische Dienste tretenlassen wollte, wurde im folgenden Jahre zwischen dem Bischöfeund der Stadt selbst beygelegt. — Uneinigkeiten, welche zwischendem Magistrate und der Bürgerschaft von 172Z bis 1757 wegender Bestellung öffentlicher Aemter herrschten, wurden endlich durchdie Verwendung der Stadt Bern und des damahligen Bischofsausgeglichen.
Ruhestörenöer und folgenreicher waren die Mißverständnissedes Bischofs Conrad mit den unmittelbaren Unterthanen. Ohnesich durch seine Erfahrungen im Münsterthale, zu Neuenstadt