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Zweyter Band.
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angesehener Kaufmann, und dessen Bruder Daniel, auch Kauf-mann, welche beyde zu den Pietisten gezählt wurden, und der,Rothgerber Gottfried Kühn, waren die vermuthlichen Urheberder Unternehmung. Den Theilnehmern, unter welchen sich, wiebey den meisten gewagten Unternehmungen, Leute von schlechtemoder unzulässigem Charakter und zerrütteten Glücksumständen fan-den, verhieß man Begünstigungen des Handelstandes und derHandwerker, und glaubte diese in Beschränkungen der Nicht-Bürger und in der Emporhebung des Jnnungs-Systems zu fin-den. Man ließ sich durch das über einen großen Theil der Stadt-bürgerschaft verbreitete Mißvergnügen zu der Hoffnung verleiten,in einem entscheidenden Augenblicke würde eine große Theilnahmesich entwickeln, und bedachte nicht, daß von bloßen Worten undUnzufriedenheit zu einer Alles wagenden Unternehmung ein großerbwischenraum liege.

Die Aahl der Theilnehmer vermehrte sich; doch dachten vielenur an eine gefahrlose Verwirklichung der lange genährten Wünsche.Man hielt Versammlungen vornehmlich bey dem Kattun-DruckerKupfer im Sulgenbach und bey dem Hauptmann Wernier. Nochwaren die wenigsten Theilnehmer über einen ganz bestimmtenPlan einverstanden. Dennoch sprach man schon in den erstenTagen des Juli 1749 davon, die Unternehmung am 13 Mor-gens um 3 Uhr auszuführen, um welche Aeit der mitverschworneStadt-Leutenant Fueter die Schlüssel der Thore in seinen Hän-den gehabt hätte, und schmeichelte sich, eine solche Verabredung,welche manche Leidenschaft in Bewegung setzen mußte, viele Tagehindurch geheim halten zu können; allein schon am 3 Juli er-hielt der geheime Rath durch einen der Mitwisser, einen vonFurcht und Reue ergriffenen Canöidaten der Theologie, Ulrich,Kunde von der sich entwickelnden Gährnng. Jetzt noch warendie Verschwornen ungewiß über die Mittel der Ausführung.Henzi und Daniel Fueter empfahlen Mäßigung. Der ersterescheint gegen die Sache und die Theilnehmer mißtrauisch ge-worden zu seyn. Gegen mehrere Personen sprach er von einer