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je die dritte, in der Folge je die neunte Nacht die Wache. Am9 Juli wurden dreyhundert Mann aus den umliegenden Gegen-den in die Stadt gerufen. Beynahe immer war der Rath ver-sammelt. Die Untersuchungen wurden fortgesetzt, gesammelteWaffen entdeckt. Drohbriefe und andere ausgestreute Schriftenzeugten von noch immer vorhandenem Gahrungsstoffe in der Stadt.Ganz anders war die Stimmung der Landschaft. Nur Wenigewaren den Verschwornen geneigt. Man fühlte,,daß man unterder bisherigen Obrigkeit sich wohl befunden habe, und daß manvon den Neuerern weit mehr zu befürchten als zu hoffen habenwurde, und es gelang den Beamten an verschiedenen Orten,Anschriften mit Versicherungen von Ergebenheit und Bereitwil-ligkeit zu Handen der bedroheten Regierung auszuwirken. Einevon den Verschwornen abgefaßte Denkschrift häufte alles Gehässigezusammen, was auf die Regierung, einzelne Familien und be-deutende Männer gewälzt werden konnte. Man warf der Re-gierung vor, sie suche nicht nur die Bürgerschaft nieder zu drücken,und durch Verleihung kleiner Aemtchen von sich abhängig zu ma-chen, sondern auch in andern Städte-Cantonen das nähmlicheSystem zu befördern. Sie stelle Bürger und Landleute, Deutscheund Welsche einander entgegen. Man würdige die Geistlichkeitherab, u. s. f. Es ergab sich aus der Untersuchung, daß eineAnzahl der Einverstandenen durch Eide sich gegen einander ver-pflichtet hatten, daß die Rede davon gewesen war, den Degenzu gebrauchen, wenn Worte nicht helfen sollten, die Thore, dasRathhaus und das Aeughaus zu besetzen, den großen Rath auf-zulösen oder zur Abdankung zu nöthigen, den Einfluß der vor-herrschenden Familien zu vernichten, sogleich die ganze Gemeinezusammen zu berufen, einen neuen großen Rath mit Vertheilungder Stellen auf alle Familien durch die Aünfte wählen zulassen, die der Bürgerschaft gefälligern Glieder desselben beyzu-behalten, die Heimlicher und Sechszehner abzuschaffen, dieDauer des Schultheißen-Amtes auf vier Jahre zu beschränken,die Verfassungen von Aürich und Basel nachzuahmen, auch im