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genommen, und auch zu Faido in Verhaft gelegt. Nach Be-setzung des Hauptfleckens ruckte man nach Giornico vor; noch andemselben Tage unterwarf sich die übrige' Landschaft; dennochwurde auch Poleggio besetzt.
Den Bernern und Wallisern wurde entbothen, man bedürfeihrer nickt mehr; die erster» waren, mit Handmörsern versehen,über die Gemmi bis nach Münster in Wallis vorgerückt.. Am22 trafen noch sechshundert Luzerner, welche aus die Nachricht,daß man über den Gotthard gegangen sey> sogleich von Altersaufgebrochen waren, zu Faido ein. Die Repräsentanten der na-her gelegenen Orte kamen nach Aktors. JürichS Contingent standschon marschfertig, und Freyburg fragte durch einen Eilbothen,wenn man seiner Hülfe bedürfe. Die Verhaftungen, Untersuchungenlind Entwaffnungen wurden fortgesetzt, und am 3 Jnni warenungefähr tausend Gewehre, viele umgegossene Kugeln und Pul-vervorräthe eingesammelt. In einer Felskluft bey Giornico fandman zwey Tonnen Pulver und die Landesfahne versteckt.
Die männlichen Einwohner des Landes Livinen wurden andem nähmlichen Tage auf dem Platze zu Faido versammelt,wo sie von dem eingerückten Kriegsvolke, zu welchem auch Be-waffnete aus Bellenz, Riviera und dem Polenzer-Thale gestoßenwaren, umringt, ihren alten Gedietyern huldigen und schwörennir-len, Alles beyzutragen, um das Aufnehmen und den Nutzendes Urnerlandes zu befördern, jeder Aeit in wahrer Treue ohneList und Betrug, ohne einigen Widerspruch allen ihren Gesetzenund Ordnungen Gehorsam zu leisten, keiner andern Herrschaftzu schwören, mit Gut und Blut aus allen Kräften demjenigenzu widerstehen, der sie zwingen wollte, von der Gehorsame deSUrnerlands sich abzuwenden, Allem dem nachzukommen, was demUrnerlande „als der unbeschränkten Herrschaft s8iguoria) beliebtzu befehlen und zu ordnen, zu vermindern und zu vermehren."Gleich nackher wurden der Bauuerherr Furno, der Landshaupk-mann Urs und der Consiliere Sartori enthauptet, indeß die L><viner mit gebogenen Knien und entblößten Häuptern der Hin»