Band 
Zweyter Band.
Seite
385
JPEG-Download
 

Z35

nisiers war nicht mehr vorhanden. Die NegatifS hatten Crom-melin, einen einflußreichen Arbeiter des Ministers Choiseul, derohnehin «in Freund der absoluten Gewalt war, für sich gewon-nen. Französische Truppen wurden in der Nähe von Genf zu-sammen gezogen und hemmten die Gemeinschaft. Am meistenbeunruhigte die Genfer das Gerücht, Versoix sollte bedeutendvergrößert werden. Im October versammelten sich die Media-toren noch ein Mahl zu Solothurn und gaben einen Ausspruch(pronolloe <is Msäisrioii) über die Genferschen Angelegenheiten.Die Freyheit, Vorstellungen durch den Druck bekannt zu machen,wurde gänzlich beschränkt, das Strafrecht des Rathes ohne Be-rufung auf die General-Versammlung erhöhet, und seine Befug-niß, Auflagen auszuschreiben, ausgedehnt. Die Wahlrechte derBürger wurden eingeschränkt; die Syndics sollten sie nur auSden Gliedern des Rathes wählen können, u. s. f. Frankreich gabseine Gewährleistung. Nicht ohne Widerspruch unbefangenerRegierungsglieder, und nicht ohne in der öffentlichen Meinung,vornehmlich in Zürich, eine lebhafte Gährung zu erregen, thatendas Nähmliche die großen Räthe von Zürich und Bern.

Ungeachtet der weit vorgeschrittenen Maßregeln erkaltete in-zwischen der Eifer eines schwankenden Cabinets, dessen Königallen Geschäften fremd blieb, und nur an Befriedigung seinerWollüste und an Verscheuchung der ihn verfolgenden langenWeile dachte. Der Herzog von Choiseul wurde gleichgültiger.Die Gewährleister beeilten sich nicht, die Garantie anzuwenden,und die Rathe zu Genf begannen einzusehen, daß sie die Opferkines Tumultes seyn, und nachher mit ihrer Habe und ihren Fa-milien alle Gefahren einer Belagerung und Eroberung der Stadttheilen würden, wenn der beleidigte Stolz eines zu Hülfe geru-fenen Mächtigen aufgereizt würde. Am 28 Februar verwarf

(') Man behauptet der Cardinal Fleury habe zu dein Grasenvon Lautrer gesagt: „lV'oublieL P38 guu I« peuplo n^L f-inai-torr."Plutos,xbien L D-nbrc. Dublin -785. k>.

20 .